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Ausstellung Bauen mit Lehm

Das Lehmmuseum in Gnevsdorf zeigt die Ausstellung: „Umweltschonendes Bauen mit Lehm am Beispiel zeitgemäßer europäischer Gewerbe- und Industriebauten“.

Lehmbauten
Auch beim NaturInfoZentrum Casa Mellifera - Haus der Honigbiene in Ludwigsburg wurde Lehm verbaut. Bild: Europäische Bildungsstätte für Lehmbau

Der Kurator Achim Pilz präsentiert dabei herausragende Nutzbauten – vom kleinen Vereinsheim der Bienenzüchter über ein baubiologisches Bürogebäude bis zur großen Lagerhalle für Kräuter. Er stellt z. B. die „auratischen Wunderkiste“ der Architekten Herzog & de Meuron aus Stampflehm vor; die umgenutzte Schule in Amsterdam als handwerklich solide ausgeführte Materiallager sowie die Erweiterung des Bregenzer Vorarlbergmuseums, bei der Lehm hilft, das Museumsklima kostengünstig zu garantieren. Mit insgesamt zwölf aktuellen europäischen Projekten öffnet die Ausstellung die Augen für die Zukunft von Lehm auch im Nicht-Wohnungsbau.

Lehm als kostengünstiges Material im Nicht-Wohnungsbau

Im Wohnungsbau sind die Vorteile von Lehm heute wieder akzeptiert. Das wieder entdeckte Baumaterial ist umweltschonend, ermöglicht ein gesundes Raumklima ohne Schadstoffe und reduziert die Schimmelgefahr. Beim Nicht-Wohnungsbau galt Lehm bisher allerdings als zu teuer. Aber bei der Stampflehmfassade der Lagerhalle zeigt die Berechnung der Lebenszyklusanlayse, dass sie ein geringeres Treibhauspotential aufweist, als andere Wandaufbauten. Die Klimasimulation im Museum belegt, dass die umsichtige Planung und der stark Lehmputz Investitionen und laufende Kosten für Klimatechnik um 1/3 verringern. Schließlich ist Lehm lokal erhältlich, wodurch Projekte wie die Lagerhalle und das Vereinsheim punkten. Nicht zuletzt eignet sich Lehm gut für die Selbsthilfe. Die Bienenzüchter machten so wichtige Bauerfahrungen.

Weitere Infos unter http://lernpunktlehm.de/wp3/?ajde_events=ausstellungseroeffnung-umweltschonendes-bauen-mit-lehm-l182017