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Hamburg: Innovatives und vielfältiges Bauen mit Holz jetzt möglich

Hamburg ist nach Baden-Württemberg das zweite Bundesland, in dem in den Gebäudeklassen 4 und 5 in Holz gebaut werden darf. Die Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen sagt dazu: „Als eines der ersten Länder schafft Hamburg neue Möglichkeiten für vielfältiges und innovatives Bauen mit Holz: So darf Holz zukünftig auch für Bauvorhaben mit einer Höhe von bis zu 22 Metern – das entspricht etwa 6 bis 7 Stockwerken – genutzt werden.

E3
Das E3 in Berlin war mit einer Einzelfallgenehmigung möglich. Bild: Kaden und Partner

Bisher war dies nur bei Gebäuden mit bis zu drei Stockwerken möglich. Durch den Einsatz von Holz können Bauteile vorgefertigt werden. Dies beschleunigt den Bauprozess und senkt in vielen Fällen die Baukosten, insbesondere im Geschosswohnungsbau. Auch Bauvorhaben im Bestand, wie zum Beispiel nachträgliche Dachaufstockungen, können von der Zulassung der Holzbauweise profitieren: Im Hinblick auf die statischen Nachweise der vorhandenen Bauteile bietet die Holzbauweise gegenüber schwereren Konstruktionssystemen Vorteile.

Senatorin Dr. Dorothee Stapelfeldt: „Mit den Änderungen haben wir die Hamburgische Bauordnung fit gemacht für die Herausforderungen der kommenden Jahre. Es freut mich, dass Hamburg das zweite Land ist, das eine so fortschrittliche Regelung für das Bauen mit Holz aufgenommen hat und dadurch den Einsatz von Holz für größere Bauvorhaben vor allem im Wohnungsbau enorm erleichtert. Mit der neuen Hamburgischen Bauordnung haben wir viele Verbesserungsvorschläge aus dem Kreis der am Baugeschehen Beteiligten umgesetzt und schaffen Anreize für Bauherren, im Bestand zu verdichten – etwa durch den Ausbau von Dachgeschossen oder durch Aufstockungen.“

Die Änderung im Wortlaut:

Holzbau - § 24 Absatz 3 HBauO (neu)

Bei Gebäuden mit einer Höhe nach § 2 Absatz 3 Satz 2 von bis zu 22 m und Nutzungseinheiten mit jeweils nicht mehr als 200 m² und Brandabschnitten von nicht mehr als 800 m² pro Geschoss sind abweichend von Absatz 2 Satz 3 tragende oder aussteifende sowie raumabschließende Bauteile, die hochfeuerhemmend oder feuerbeständig sein müssen, in massiver Holzbauweise zulässig, wenn die geforderte Feuerwiderstandsfähigkeit  nachgewiesen wird.