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Hochschulpreis Holzbau 2017

Zum zweiten Mal wurde der Hochschulpreis Holzbau an Studierende der Architektur und des Bauingenieurwesens vergeben. Die Jury würdigte drei Preisträger und verlieh zwei Anerkennungen.

Deutscher Hochschulpreis Holzbau
Wohlgefühl - ein Gebäude zur psychotherapeutischen Versorgung von Kindern und Jugendlichen ist Gewinner des Hochschulpreises Holzbau 2017. Foto: Lena Bramsiepe / TU Dortmund

Die Preisverleihung war Teil der Verleihung desDeutschen Holzbaupreises 2017 im Rahmen der LIGNA, der Weltleitmesse für die Forst- und Holzwirtschaft, in Hannover. Insgesamt wurde ein Preisgeld von 5.500 Euro an die ausgezeichneten Lehrstühle verteilt. 

Die drei Preisträger des von den Holzbau Deutschland Leistungspartnern ausgelobten Hochschulpreises Holzbau 2017 sind: 

„Wohlgefühl“ von Lena Bramsiepe, TU Dortmund, mit der Betreuung durch Prof. Ansgar Schulz und Benedikt Schulz: Mit seinem archaisch geformten Baukörper entwickelt dieses Gebäude zur psychotherapeutischen Versorgung von Kindern und Jugendlichen über seine Fassade eine erstaunlich lebendige Leichtigkeit. Die schlüssige Organisation der einzelnen Geschosse und ihrer Erschließung über umlaufende Atriumgeschosse überzeugte die Jury.

„Green Campus“ von Anna Büttner, Dominik Friedrich, Leon Gloel, Yannick Hafner, Paul Heller, Bernadette Horsch, David Lukas Kleist, Lisa Lamprecht, Christoph Steigerwald, FH Erfurt, mit der Betreuung durch Prof. Philipp Krebs in Kooperation mit Prof. Dr.-Ing. Antje Simon (Tragwerksplanung) und Prof. Dr. Michael Kappert (Gebäudetechnik): Die konsequente Umsetzung der Idee eines temporären Hörsaals bis ins Detail und die herausragende Qualität des Gesamtentwurfes beeindruckte die Jury. Gewürdigt wurde auch der interdisziplinäre Ansatz. Von Anfang an wurden externe Holz-Experten, wie Hersteller und Verarbeiter, eingebunden.

„Globe Theater Coburg“ von Isabell Stengel und Anders Macht, HfW Coburg, mit der Betreuung durch Prof. Holger Falter, Prof. Roger Karbe, Prof. Dietmar Kirsch und Prof. Markus Schlempp: Die Jury würdigte den überzeugenden Lösungsansatz, wie mit einer modularen Bauweise eine hohe räumliche Qualität im Innenraum dieses temporären Theaters entwickelt wurde. Dabei wurde das Material Holz in seiner Wirkung nach innen und außen sinnfällig eingesetzt.

Darüber hinaus gab es zwei Anerkennungen, einmal für das „Gatrium“, zwei schmale Wohntürme, die sich einen Bauplatz teilen, von Hayk Khachatryan, FH Erfurt, mit der Betreuung von Prof. Yvonne Brandenburger und Prof. Joachim Decker. Die zweite Anerkennung ging an Johannes Ackermann, Soheyl Aslani, Sandra Gressung, Sonja Hiegle, Annika Koch, Alina Kohl, Tobias Kohlstruck, Bei Liu, Konrad Peter, Viktor Poteschkin, Sascha Ritschel, Arved Sartorius, Manuel Scheib, Nicolas Treitz, Tobias Vogel, Lukas Weber, Lu Yuan, Ying Zhang, TU Kaiserslautern, mit der Betreuung durch Jun. Prof. Stefan Kötsch, Jun. Prof. Andreas Kretzer und Prof. Jürgen Graf für das „Gemeinschaftshaus Flüchtlingsunterkunft“ mit den Gitterkonstruktionen und dem vielfältigen Lichtspiel.

Der Vorsitzende der Jury, Rolf Kuri, Architekt und Holzbauunternehmer aus Schopfheim in Baden sowie Vorstandsmitglied von Holzbau Deutschland, zeigte sich mehr als angetan über die eingereichten 43 Arbeiten von Studenten bzw. Studentengruppen der 18 beteiligten Hochschulen. „Uns als Jury war es eine Freude, Entwürfe moderner Architektur von hoher gestalterischer Qualität und Kreativität, die sich mit innovativen Holzkonstruktionen verbindet, zu begutachten. Die angehenden Architekten haben es hervorragend verstanden, sich mit den heutigen Möglichkeiten des modernen Holzbaus auseinanderzusetzen. Diese Arbeiten werden andere Studierende sowie Bauingenieure und Architekten inspirieren, sich mit dem Baustoff Holz auseinanderzusetzen.“