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81fünf: Gut aufgestellt für die Zukunft

Zu Beginn der achten Jahrestagung des Netzwerks 81fünf AG, die vom 21. bis zum 23. September in Magdeburg stattfand, begrüßten Ulrich Nelskamp, Geschäftsführer des Hauptsponsors Nelskamp und Detlef Michaelis, Leiter Key-Account Management, etwa 100 Mitglieder.

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Für das Gruppenfoto versammelten sich die etwa 100 anwesenden Mitglieder vor dem Werk des Hauptsponsors Nelskamp. Bild: 81fünf /Thomas Nutt

Dann übernahm Thomas Elster, Vorstand 81fünf, und berichtete von den Neuigkeiten aus dem Netzwerk. Politisch wurde es mit Erwin Taglieber, Präsident des Deutschen Holzfertigbau-Verband e.V. (DHV), der sich für die gute Kooperation der Verbände bedankte und enthusiastisch für ein starkes Miteinander warb: „Jetzt müssen wir bündeln, bündeln, bündeln und in einer Sprache sprechen, dann sind wir erfolgreich. Davon bin ich überzeugt.“ Ruhiger trat im Anschluss Matthias Jordan auf, der 12 Jahre als buddhistischer Mönch in Thailand gelebt hat und jetzt sein Geld mit Achtsamkeitstraining verdient, eine Fertigkeit, die in der immer schneller werdenden Welt nicht außer Acht gelassen werden darf.

Karl-Heinz Schmidt, Vertriebsleiter bei 81fünf, referierte zu dem Thema „Führung 2.0 – Führt Ihr schon oder menschelt es noch?“ „Die besten Chefs sind die, die eine hohe Persönlichkeitsentwicklung haben. Der Führungsstil sollte kooperativ, aber nicht laissez-faire sein.“ erläuterte er. Mitarbeiter hätten sehr wohl Ideen, was in einem Unternehmen verbessert werden kann, man sollte sie ernst nehmen und bei Ideen keine Hierachien zulassen. Denn gerade in den Zeiten der Digitalisierung können Ideen der jungen Menschen weiterbringen und nicht nur die der Altmeister. Der Donnerstag endete mit einem gemeinsamen Abendessen. Viel Applaus erhielt Thomas Elster, der sehr persönlich für seine 20jährige Tätigkeit bei 81fünf geehrt wurde.

Der Ton kommt aus dem Westerwald

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Die Teilnehmer erfuhren während der Werksbesichtigung, dass für Sonderbauteile, die aus den Tonbauteilen zusammen geklebt werden, noch Handarbeit erforderlich ist. Bild: 81fünf /Thomas Nutt

Der Freitag begann mit einer Werksbesichtigung des Nelskamp-Tondachziegelwerks in Groß-Ammensleben, in denen die Nibra-Tondachziegel gefertigt werden. Man entschied sich damals für diesen Standort, da so der Ton aus dem Westerwald, laut Nelskamp der beste Ton Deutschlands, unkompliziert auf dem Wasserweg von West nach Ost transportiert werden kann. Interessant war es zu erfahren, dass für Sonderbauteile, die aus den Tonbauteilen zusammen geklebt werden, noch Handarbeit erforderlich ist.

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Gregor Gysi erreichte mit seinen Ausführungen zur politischen Lage eine hohe Aufmerksamkeit in der Zuhörerschaft. Bild: 81fünf /Thomas Nutt

Wieder zurück im Veranstaltungssaal freuten sich die Anwesenden auf den Impulsvortrag des Linken-Politikers Gregor Gysi, der Antworten auf den Rechtsruck in Europa liefern wollte und die Ursache dafür vor allem in der Vernachlässigung der sozialen Frage sieht, die sich zunehmend als Menschheitsfrage stellt. Unabhängig von Zustimmung oder Ablehnung verfolgten die Teilnehmer mucksmäuschenstill seine rhetorisch versierten Ausführungen zur aktuellen politischen Lage.

Daniel Kuhn, Leiter Projektmanagement bei 81fünf, zeigte anhand eines Beispiels, wie gute Lagerhaltung funktionieren kann. Das Holzbauunternehmen, das mit seiner Hilfe den Betrieb aufgeräumt und strukturiert hat, hat darüber hinaus einen durch einen Unfall körperlich eingeschränkten Mitarbeiter mit Unterstützung der BauBG als Lageristen umschulen lassen, der sich nun um das Ordnungssystem kümmert.

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Sichtlich gerührt zeigte sich Thomas Elster (links), Vorstand bei 81fünf, als er für seine 20jährige Tätigkeit in dem Netzwerk geehrt wurde. Bild: 81fünf /Thomas Nutt

Wie wichtig es ist, sich als Holzbauunternehmen eine digitale Strategie zu überlegen, betonte Michael Buck, CEO der Convidera GmbH aus Köln, in dem letzten Vortrag des Tages. Um die Belegschaft für das digitale Zeitalter fit zu machen, müssen aber auch etablierte Strukturen kritisch hinterfragt werden. Digitalisierung verlange eine völlig neue Unternehmenskultur.

Den Abschluss bildete ein Themen-Frühstück am Samstag Morgen, in dem man sich zu wesentlichen Betriebsausaufgaben mit Spezialisten und anderen Netzwerklern in lockerer Atmosphäre austauschen konnte.

Ein politisches Zeichen setzen möchte man im Frühjahr: Denn dann wird 81fünf gemeinsam mit den Kooperationspartnern DHV und Zimmermeisterhaus in Berlin tagen.