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Baden-Württemberg: Mehr Holz in die Stadt

Peter Hauk, Minister für ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg, plädiert für Nachverdichtung der Ballungsräume mit Aufstockungen und Anbauten in moderner Holzbauweise.

Hauck Baden-Württemberg
"Der nachwachsende und klimafreundliche Roh- und Baustoff Holz ist bestens dafür geeignet, wenn es darum geht, den urbanen Raum nachzuverdichten und so dem Wohnraummangel entgegenzuwirken", so Hauck auf der Veranstaltung.

Mit Holz lässt sich effizient und nachhaltig neuer Wohnraum schaffen. Insbesondere dort, wo der Holzbau seine Vorteile wie Leichtigkeit, Geschwindigkeit und Präzision voll zur Entfaltung bringen kann – bei der Nachverdichtung im urbanen Raum. Das zeigte ein Treffen von über 80 Experten im Forum Holzbau in Ostfildern, bei dem verschiedene Aspekte der Nachverdichtung durch Holzbau beleuchtet wurden. Peter Hauk, Minister für ländlichen Raum und Verbraucherschutz, eröffnete die Veranstaltung und plädierte in seinen Grußworten an die Architekten, Ingenieure und Planer für die Nachverdichtung der Ballungsräume mit Aufstockungen und Anbauten in moderner Holzbauweise: „Der Mangel an Wohnraum ist vor allem in den großen Städten eine der drängendsten Fragen unserer Zeit. Zigtausende Wohnungen fehlen. Ein Grund hierfür ist auch, dass nicht genügend Baugrundstücke für Neubauten zur Verfügung stehen. Der nachwachsende und klimafreundliche Roh- und Baustoff Holz ist bestens dafür geeignet, wenn es darum geht, den urbanen Raum nachzuverdichten und so dem Wohnraummangel entgegenzuwirken."

Weiterentwicklung der Landesbauordnung

Ferner wies der Minister darauf hin, dass trotz des hohen Wohnraumbedarfs die Zahl der Aufstockungen und Bestandserweiterungen rückläufig sei. Aber genau hier könne der Holzbau mit seinen entscheidenden Vorzügen punkten. Baden-Württemberg böte dafür laut Peter Hauk gute Voraussetzungen. „Wir haben mit unserer Landesbauordnung das holzfreundlichste Baurecht in Deutschland und sind damit Vorbild für andere Länder und den Bund“, betonte Hauk. In einer weiteren Novellierungsstufe werde nun die LBO weiterentwickelt. Durch die Erarbeitung der Richtlinie ‚Holzbau BW‘ würden im kommenden Jahr wichtige Planungshilfen angeboten. Das mache den Holzbau durch Standardisierungen noch attraktiver, als er ohnehin schon sei. Ein weiteres Plus sei der in Baden-Württemberg traditionell starke Holzbausektor mit weltweit agierenden Betrieben, ausgeprägtem Handwerk und erfolgreichen Architekten und Tragwerksplanern. „Unsere bundesweit führende Holzbauquote rund 30 Prozent bei Wohngebäuden zeigt zudem, dass der Holzbau in unserer Gesellschaft ankommt und zunehmende Akzeptanz auch bei Investoren und in großen Vorhaben findet“, sagt Peter Hauk.