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BAUEN MIT HOLZ 10.2017: Beste Voraussetzungen

Editorial - Die Digitalisierung ist DIE Herausforderung zu Beginn des 21. Jahrhunderts. Eine Herausforderung, die sehr viele Lebensbereiche, beruflich wie privat, durchdringen und am Ende verändern wird. Menschen, die sich beruflich mit dem Bauen befassen, erleben oder erfahren die Digitalisierung seit geraumer Zeit unter dem Stichwort „Building Information Modeling“ (BIM).

Langenbach Editorial
Markus Langenbach. Bild: Radach

Liebe Leserin, lieber Leser,

wir glauben, dass der Prozess der Digitalisierung in den nächsten Jahren von entscheidender Bedeutung für das Holzbau- und Zimmererhandwerk sein wird – für den einen mehr, für den anderen weniger. Von den Auswirkungen wird aber jeder Zimmerer in irgendeiner Weise berührt werden. Augenblicklich begegnet uns dieses Thema auf vielen Ebenen: In der kurzen Meldung zur Pressekonferenz des Unternehmens Stihl lesen Sie auf Seite 9, dass das Unternehmen sich wegen der Digitalisierung organisatorisch neu aufstellen, die Entwicklungsmannschaft unter anderem im Bereich „Connected Products“ stark vergrößern und sogenannte „agile“ Teams gründen möchte. Stefan Weitzmann, Leiter des Bildungszentrums Holzbau in Biberach, sprach im Rahmen der letzten Obermeistertagung von Holzbau Baden-Württemberg (Infos ab Seite 54) unter anderem von den Auswirkungen der Digitalisierung auf die Weiterbildung.

Weil wir dies für einen bedeutenden Prozess halten, werden wir Sie beginnend mit dieser Ausgabe in der nächsten Zeit vermehrt zur „Digitalisierung“ informieren. Dies bedeutet für uns nicht nur BIM, sondern zum Beispiel auch Wissenswertes über den Einsatz von Drohnen oder intelligenten Cloud-Lösungen für Ihre Bürosoftware.

Daher haben wir das „Building Information Modeling“ auch zum Thema unserer diesjährigen BMH-Expertenrunde gemacht. Fünf Experten aus der Branche diskutierten mit mir lebhaft zu diesem Thema. Lesen Sie dazu mehr ab Seite 48. „Hängengeblieben“ ist bei mir ganz deutlich, dass die Runde unter anderem der Meinung ist, dass gerade das Zimmererhandwerk für die sich abzeichnenden Veränderungen besser als viele andere Gewerke aufgestellt und vorbereitet ist. Der Zimmerer ist seit jeher in der Lage, in 3D zu denken und zu arbeiten. Seit jeher geht er im Prozess der Werkplanung und Vorfertigung planvoll und strukturiert vor. Seit jeher ist er bemüht, Unwägbarkeiten der Baustelle vor Ort im Vorfeld zu klären und am besten schon in der Werkhalle zu lösen. Dies sind beste Voraussetzungen für die Zukunft. 2018 werden wir Ihnen weitere Angebote zu diesem Thema machen, auch im Bereich Veranstaltungen.

Bitte beachten Sie aber auch gerne weitere Themen dieser Ausgabe – mit dem Schwerpunkt Sanierung und Restaurierung. Empfehlen möchte ich Ihnen natürlich die Titelgeschichte ab Seite 10 zur hölzernen Klappbrücke in Greifswald. Den aktuellen Stand zum Sanierungspreis 17 erfahren Sie ab Seite 56.

Ich wünsche Ihnen eine nützliche Lektüre.

Markus Langenbach

Titel BAUEN MIT HOLZ 10.2017