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BAUEN MIT HOLZ 1.2018: Spannend wie nie

Editorial - Aufregende Zeiten liegen vor dem Holzbau. Wirtschaftlich geht es ihm so gut wie nie, der Neubau gewinnt nach Jahren des Darbens wieder an Bedeutung, die Rahmenbedingungen verbessern sich, die Digitalisierung hält Einzug.

Langenbach Editorial
Markus Langenbach. Bild: Radach

Liebe Leserin, lieber Leser,

bitte gestatten Sie mir im ersten Editorial des neuen Jahres (auch) einen Rückblick auf das vergangene Jahr. Zu vielfältig sind die Eindrücke des letzten Jahres, als das ich sie hier unerwähnt lassen möchte. Ich glaube, dass der Holzbau 2017 einen großen Sprung nach vorne getan hat – festmachen an einem bestimmten Ereignis kann ich das nicht, aber lassen Sie mich eine Reihe von Eindrücken schildern, die bei mir in der jüngeren Vergangenheit hängen geblieben sind. Da ist einmal die Tatsache, dass der Informationsverein Holz nach sieben Jahren nun die Darlehen getilgt hat, mit deren Hilfe er 2011 die Marke „INFORMATIONSDIENST HOLZ“ in einer aufregenden Aktion erwerben konnte (siehe Seite 45). Für die Wissensvermittlung im Holzbau war die Bewahrung dieser gelernten Marke sicher auch eine symbolisch wichtige Maßnahme von nicht zu unterschätzender Bedeutung. Die unab­hängige und hochwertige Fachinformation aus der Branche für die Branche ist damit gesichert.

Dann war 2017 das Jahr, in dem Lobbyvertreter konkurrierender Baustoffe, namentlich die Deutsche Gesellschaft für Mauerwerks- und Wohnungsbau e.V., mehr als einmal Presseaktionen ausdrücklich GEGEN den Holzbau gestartet haben (Seite 6). In meiner 16-jährigen Laufbahn als Baufach-Journalist habe ich es bis dato noch nicht erlebt, dass so explizit Stimmung gegen den Holzbau gemacht wird. Da fängt wohl jemand an, zu kratzen und zu beißen, weil er merkt, dass ihm die Felle davon schwimmen ...

2017 ist auch das Jahr, in dem das Int. Holzbau-Forum in Garmisch-Partenkirchen erstmals einen Anmeldestopp vermelden musste. (Seite 54f.). 1.700 Menschen trafen sich dort Anfang Dezember, um sich über den Holzbau zu informieren, sicher auch Geschäfte einzufädeln oder alte Bekannte wieder­zutreffen. Gestartet als Veranstaltung mit wenigen Dutzend Teilnehmenden steht die Entwicklung der Veranstaltung exemplarisch für die Entwicklung der Branche.

Blicken wir nach vorne, ist es das Stichwort der Digitalisierung, welches meiner Meinung nach dem Holzbau einen weiteren Entwicklungsschub ermöglicht. Besonders beeindruckend finde ich im Moment die Möglichkeiten der so genannten Produktion 4.0. Beim Besuch des Weinmann Treffs Ende November erlebte ich mit den Gästen die Möglichkeiten der Robotertechnologie (S. 8), dem gegenüber stehen individuelle Alternativen, wie unser Beitrag ab Seite 48 aufzeigt.

In Summe betrachten wir die Digitalisierung als solch elementare und facettenreiche Thematik, dass wir entschieden haben, diese ab sofort redaktionell kontinuierlich(er) und geordnet für Sie zu beobachten und aufzubereiten. Damit Sie die entsprechenden Beiträge oder Verlagsaktionen schnell finden und wiedererkennen, haben wir das nebenstehende Logo entwickelt. Eine der ersten Maßnahmen unsererseits ist z. B. eine BIM-Beratung an unserem Messestand (6.210) zur DACH+HOLZ Int. 2018. Ich freue mich auf Ihren Besuch und wünsche eine nützliche Lektüre,

Markus Langenbach