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BAUEN MIT HOLZ 12.2017: Jedes Detail zählt

Mit dem Centre for Interactive Research on Sustainability (CIRS) ist im kanadischen Vancouver ein ganz besonderes Forschungsgebäude entstanden. Der Grundsatz der Nachhaltigkeit wurde mittels Holzbauweise verwirklicht. Hinzu kommen ein ausgeklügeltes Energiemanagement, außergewöhnliche Recyclingprozesse und sogar freiwillige Nachhaltigkeitserklärungen der Gebäudenutzer. So setzt das Holzgebäude neue Maßstäbe in Sachen CO2-Einsparung.

BAUEN MIT HOLZ 12.2017 Centre for Interactive Research on Sustainability (CIRS)
Das neue Gebäude des Centre for Interactive Research on Sustainability (CIRS) setzt neue Maßstäbe in Sachen CO2-Einsparung. Die Holzkonstruktion bindet den Kohlenstoff, der in 904 t Kohlendioxid enthalten ist – etwa so viel, wie beim Bau angefallen ist. Bild: Martin Tessler/Courtesy: Perkins+Will

Die University of British Columbia (UBC) in Vancouver, Kanada, hat sich in ihren Grundsätzen der Nachhaltigkeit verpflichtet, was sich sowohl in Forschung und Lehre als auch im Betrieb des Campus widerspiegelt. Als erste Universität Kanadas hat die UBC die Ziele des Kyoto-Protokolls erfüllt, den Ausstoß von Treibhausgasen bis 2007 um sechs Prozent zu reduzieren. Um auch weiterhin die eigenen hochgesteckten Ziele zu erreichen, werden alle Gebäude auf ihre Nachhaltigkeit hin überprüft. John Robinson, Leiter der UBC-Nachhaltigkeitsinitiative und Hauptautor der Berichte des Weltklimarats von 1992 bis 2004, hatte bereits 2000 die Idee, das nachhaltigste Gebäude Nordamerikas zu errichten, was das technisch Mögliche demonstrieren und zugleich als Versuchsobjekt für weitere Entwicklungen dienen sollte. Im Centre for Interactive Research on Sustainability (CIRS) sollen Gebäudetechnologien für nachhaltiges Bauen entwickelt sowie deren Nutzerfreundlichkeit getestet werden. Das Forschungsgebäude mit 5.675 m² BGF wird als interdisziplinäres Zentrum von mehreren Forschungsprojekten genutzt.

Titel BMH 12.2017

Das Gebäude teilt sich in zwei viergeschossige Flügel auf, die durch ein Atrium verbunden sind. Das U-förmige Gebäude ist um ein Auditorium mit 450 Sitzplätzen angeordnet, das von einem Gründach überspannt wird. Neben Büros und Besprechungsräumen verfügt das CIRS über Softwarelabore zur Erforschung des Raumklimas und zur Gebäudesimulation, ein Gebäudemanagementsystem, das die Gebäudeleistung in Echtzeit ausgibt, ein Informationszentrum, in dem sich Menschen interaktiv mit den Themen Nachhaltigkeit und Klimaveränderung beschäftigen können, sowie ein Café, das keine Einwegverpackungen verwendet und lokale Biokost anbietet.

Autoren: Jochen Stahl, Paul Fast und Christian Rosenkranz

Den ausführlichen Artikel lesen Sie in BAUEN MIT HOLZ 12.2017.