zurück

BAUEN MIT HOLZ 5.2018: Erbaut aus Holz und Erde

Holz und Lehm bilden seit Jahrtausenden ein kongeniales Paar im Bauwesen. Ein Verwaltungsgebäude dokumentiert, wie die beiden Naturbaustoffe eine zeitgemäße Architektur hervorbringen und dabei Energie- und Ressourceneffizienz auf ein neues Level heben.

Titelstory BAUEN MIT HOLZ 5.2018
Bild: Marc Doradzillo

Seit 2008 stand das ehemalige Kasernengelände „Kelley Barracks“ der US-Amerikaner, rund 47 Hektar groß, in Darmstadt leer. Nach deren Abzug erwarb die Bundesanstalt für Immobilien das Gelände und erarbeitete in Abstimmung mit der Stadt einen Rahmenplan, der eine Nutzung der Altflächen als zukünftiges Gewerbegebiet definierte. Mit der Errichtung des so benannten „Alnatura Campus“ hat die Umwidmung des alten Militärareals nun ihren baulichen Anfang genommen. Der Ort beherbergt, neben dem neuen Verwaltungssitz des Naturkostpioniers, ein frei zugängliches, vegetarisches Biorestaurant nebst Park, Teichen und Sportflächen sowie einen öffentlichen Waldorfkindergarten mit angegliedertem Ökolandbau, der die Prozesskette der biologischen Nahrungsmittelerzeugung von der Aussaat bis zum fertigen Lebensmittel veranschaulicht.

Titel BMH 5.2018

Architektur mit römischem Bezug

Die neue Zentrale des Biokostherstellers Alnatura, 94 m lang, 41 m breit und 19 m hoch, hält auf drei Etagen Arbeitsraum für 500 Mitarbeiter bereit. Der wuchtige, klassisch anmutende Bürokomplex wird von zwei uralten Naturbaustoffen determiniert: Die massive Gebäudehülle wird von Stampflehmelementen gebildet, während das Dachtragwerk aus Leimholzbindern besteht. Den Innenraum prägt zudem eine geschwungene Konstruktion aus Stahlbeton, die den offenen Charakter des Verwaltungsgebäudes trägt und ihn zugleich segmentiert. Der römischen Architektur entlehnt, bildet ein großzügig dimensioniertes Atrium das Zentrum des Gebäudeinneren als Dreh- und Angelpunkt, als Ort von Begegnung und Kommunikation.

Autor: Marc Wilhelm Lennartz

Den ausführlichen Artikel lesen Sie in BAUEN MIT HOLZ 5.2018