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BAUEN MIT HOLZ 5.2018: Holzbau ist Fortschritt

Digitalisierung, Klimaveränderung, Urbanisierung ... wir stehen vor großen Herausforderungen. Holz und Holzbau können uns helfen, sie zu meistern.

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Wolfgang Schäfer. Bild: Radach

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

die digitale Zukunft ist uns mehr als präsent. Mit Facebook, WhatsApp und Co. verfügen wir über Werkzeuge, die unsere Kommunikation komplett umgekrempelt haben. Manche fürchten sich vor der Digitalisierung, andere leben einfach damit und wieder andere suchen und finden den besonderen Nutzen, der in ihr steckt. So auch Hubert Fritz. Der ehemalige Unternehmer ist davon überzeugt, dass die Automatisierung auch unsere Baustellen erobern wird. Dann werden Krane und Traversen vermutlich selbstständig sehen und handeln. Sensoren tasten das Bauumfeld ab und entscheiden, wo welche Wand stehen soll. Aus diesen Überlegungen heraus ist ein neuartiger Zugverbinder entstanden. Mit ihm lasse sich die Genauigkeit der Werkfertigung auf die Baustelle bringen, so Fritz. Das setzt jedoch voraus, dass die digitalen Gebäudedaten konsequent auf die Baustelle übertragen werden. Wie das geht, lesen Sie ab Seite 36 unter „Baustellenmontage stark optimiert“.

Optimal ist natürlich auch unser Material. Mit Blick auf die Klimaveränderung ist Holz als nachwachsender Rohstoff immer eine gute Wahl. Früher kam noch Lehm dazu, und fertig war die Fachwerkwand. Nahezu überall zu finden und über Jahrtausende bewährt, könnte Lehm als Baustoff vielleicht wiederentdeckt werden. Ein Naturkosthersteller hat die beiden traditionsreichen Baustoffe wieder zusammengebracht und mit seinem neuen Verwaltungsgebäude ein Statement für Nachhaltigkeit gesetzt. Lesen Sie dazu „Erbaut aus Erde und Holz“ ab Seite 10.

Nachhaltigkeit ist außerdem ein Thema, mit dem sich unsere Stadtentwickler zunehmend auseinandersetzen müssen. Urbane Gebiete müssen sich verändern und zukünftig noch grüner und lebenswerter werden. Da darf Holz als Baustoff nicht fehlen. Im Sinne des Fortschritts wünsche ich uns allen, dass der Holzbau seine Position im Bauwesen stetig ausbaut und zum Mittel der Wahl wird.

Bitte gestatten Sie mir zum Schluss zwei Sätze in eigener Sache: Nach über 10 Jahren als Redakteur, Produktmanager und Lektor im Bruderverlag ist es für mich an der Zeit, dieses Unternehmen zu verlassen und mich neuen beruflichen Herausforderungen zu stellen. Ich danke Ihnen, den Leserinnen und Lesern unserer Zeitschriften und Fachbücher, für Ihre Treue, die aufschlussreichen, persönlichen Gespräche und Ihre vielen guten Anregungen zur Weiterentwicklung unserer Holzbaufachmedien.

Ich wünsche Ihnen eine aufschlussreiche Lektüre und alles Gute .

Wolfgang Schäfer