zurück

BAUEN MIT HOLZ 4.2018: Stolz, ein Zimmerer zu sein

Mit ihren knapp 20 Mitarbeitern gehört die Zimmerei Denz aus Görwihl zu den größeren Betrieben der Branche. Dächer, Fassaden, Bedachungen und auch komplette Holzhäuser bietet die Mannschaft um Zimmermeister Christian Denz ihren Kunden an. Und zum Glück auch Restaurierungen und Sanierungen. Denn mit der Sanierung eines alten Glockenstuhls schaffte das Unternehmen nicht nur ein absolutes Meisterstück, sondern gewann auch den Sanierungspreis 17 der Mediengruppe Rudolf Müller.

Sanierungspreisgewinner Denz BAUEN MIT HOLZ 4.2018
Bereits weit bevor er sich überhaupt zum Sanierungspreis 17 beworben hatte, wusste Zimmermeister Christian Denz, dass er uns seine Kolleginnen und Kollegen mit der Sanierung des „Alten Hotz“ etwas Einzigartiges geschaffen hatten. Bild: Zimmerei Denz

" Unsere Zimmerei hat seit 1964 schon diverse Holzprojekte realisiert, aber keines war so herausragend und spannend wie die Sanierung des aus massivem Eichenholz bestehenden Glockenstuhls der Hochsaler Pfarrkirche“, schwärmt Geschäftsführer Christian Denz. Viele Monate Arbeit, viel Schweiß, viel Mühe und vor allem sehr viel handwerkliches Können seien notwendig gewesen, um mit dem familiären und eingespielten Team aus dem Hotzenwald den maroden Turm behutsam zu restaurieren und für die nächsten Jahrzehnte zu sichern. Diese verantwortungsvolle Aufgabe absolvierten die Meister, Gesellen und Lehrlinge mit Bravour und vor allem mit viel Herzblut. Aufsehen erregte die Fertigstellung bereits in der örtlichen Presse. „Unsere Arbeit wurde von begeisterten Besuchern am Tag der offenen Tür in Augenschein genommen. Sie kamen aus dem Staunen gar nicht mehr raus. Wir waren und sind deshalb sehr stolz auf das Ergebnis dieses für uns einzigartigen Projekts“, erinnert sich Denz.

Titel BAUEN MIT HOLZ 4.2018

Alt und nicht ganz original

Seit langer Zeit wird der markante Turm der Hochsaler Pfarrkirche „Alter Hotz“ genannt. Aber nicht nur der Turm, sondern auch die dazugehörige 936 Jahre alte Kirche hat ihre besondere Geschichte. Im Laufe der Jahrhunderte wurden der Turm und der dazu gehörende Glockenstuhl mehrmals umgebaut und erhöht, was man im Innern an den Kirchturmmauern und auch am Glockenstuhl selbst ganz deutlich erkennen kann. Der Zahn der Zeit und vor allem das eindringende Regenwasser machten dem Glockenstuhl und dem Gebälk sehr zu schaffen. Die vorhandene Eichenkonstruktion der Deckenbalken und des Glockenstuhls zeigte sehr starke Verfaulungen und auch extreme Verformungen, sodass die große Glocke bis zur Sanierung aus Sicherheitsgründen abgeschaltet wurde, um größere Schäden zu vermeiden. Ein wahrlich schlechter Zustand also, von dem sich die bis in die Haarspitzen motivierten Zimmerleute aber nicht abschrecken ließen.

Den ausführlichen Artikel finden Sie in BAUEN MIT HOLZ 4.2018.

Autor: Roland Sens