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Bayern: Die Konjunktur brummt

Die Konjunktur im bayerischen Bau brummt. Die baugewerblichen Unternehmen sind über alle Sparten hinweg sehr gut beschäftigt und erfreuen sich an dicken Auftragspolster.

Wolfgang Schubert-Raab, Präsident der Bayerischen Baugewerbeverbände.Bild: LBB
Wolfgang Schubert-Raab, Präsident der Bayerischen Baugewerbeverbände, im Interview mit dem Bayerischen Rundfunk (BR). Foto: LBB

Wolfgang Schubert-Raab, Präsident des Landesverbands Bayerischer Bauinnungen (LBB) und des Verbands baugewerblicher Unternehmer Bayerns, erwartet ein anhaltend gutes, auch von der Öffentlichen Hand getragenes, Investitionsklima: „Damit sind die Weichen auf Bundesebene für die kommenden Jahre richtig gestellt. In Bayern werde mit dem neuen Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr ein deutliches Zeichen für den hohen Stellenwert der Baupolitik für die Zukunft Bayerns gesetzt. Die Kassen der Städte und Gemeinden seien wieder besser gefüllt, was sich bereits jetzt in spürbar steigenden Investitionen in Schulen, Krankenhäuser und Straßen niederschlägt.“

Zahl der Ausbildungsverhältnisse in den Bauberufen stagniert

Trotz des sehr großen Fachkräftebedarfs fällt es den Bauunternehmen zunehmend schwer, junge Menschen für eine Ausbildung am Bau zu gewinnen. Die Zahl der Ausbildungsverhältnisse in den Bauberufen stagniert. In Bayern sind im Lehrjahr 2017/12018 rund 4 Prozent weniger Ausbildungsverträge abgeschlossen worden als im Vorjahr. „Wir rechnen in diesem Jahr mit einem weiteren Wachstum am Bau von mindestens 3 Prozent. Und auch in den kommenden Jahren wird uns die Arbeit nicht ausgehen. Wir erleben derzeit einen tiefgreifenden Wandel in unserer Branche, der alle Arbeitsplätze erfasst. Digitalisierung des Bauens, neue Automatisierungsprozesse in der Fertigung und hochmoderne Maschinentechnik prägen mehr und mehr den Baustellenalltag. Die Jobs am Bau sind so vielfältig aber auch anspruchsvoll wie noch nie. Und wir suchen junge Leute, die sich für die großen Aufgaben am Bau begeistern können – nicht nur in München, Nürnberg und den anderen Ballungszentren sondern in allen bayerischen Landkreisen“ warb Schubert-Raab für die Ausbildung am Bau.

Die Branche erwirtschaftete im vergangenen Jahr mit 13.000 Betrieben und 150.000 Beschäftigten über 23 Milliarden Euro Umsatz.