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Bayern: Förderung von Modellvorhaben des Experimentellen Wohnungsbaus

„Schon jetzt haben Bauherren in Kommunen und Wohnungsbaugesellschaften tolle Ideen für klimafreundlichen Wohnungsbau. Gemeinsam wollen wir vorbildhafte Projekte in ganz Bayern fördern, bei denen günstiger Wohnraum entsteht und gleichzeitig der Klimawandel und seine Folgen mitgedacht werden.“ So Bayerns Bauministerin Kerstin Schreyer.

Bayern

Das Klima beansprucht Wohngebäude und Freiflächen immer mehr. Das bringt neue Anforderungen mit sich, wie beispielsweise den Schutz vor Überhitzung oder den Umgang mit großen Regenmengen. Ministerin Schreyer: „Es ist wichtig, dass wir vorausschauend denken und den Wohnungsbau der Zukunft an die Herausforderungen anpassen, die der Klimawandel an uns stellt. Gleichzeitig dürfen wir dabei aber nicht die Bedürfnisse der Menschen vergessen. Wir brauchen nachhaltigen, aber auch günstigen Wohnraum, der eine hohe Lebensqualität bietet. Zum Beispiel, wenn Fassaden und Dächer in dicht besiedelten Viertel begrünt sind oder Freiflächen so angelegt werden, dass sie nicht nur Regenwasser speichern, sondern auch zur Naherholung dienen.“

Das Bayerische Bauministerium hat dieses Modellvorhaben des Experimentellen Wohnungsbaus angestoßen. Unterstützt wird es dabei im Rahmen der Umweltinitiative Stadt.Klima.Natur vom Bayerischen Umweltministerium. Minister Thorsten Glauber: „Hitzesommer und lokale Starkregenereignisse setzen unsere Städte immer stärker unter Druck. Wir brauchen praktische Lösungen zur Klimaanpassung bei Wohnanlagen und -gebäuden.

Ziel sind eine hohe Aufenthaltsqualität, multifunktionale Nutzbarkeit der Freiflächen, und strukturreiche Lebensräume für die Bürger sowie die lokale Artenvielfalt. Dabei setzen wir auf eine Gestaltung der Flächen, die das Wasser wie ein Schwamm zurückhält. Unser gemeinsames Modellvorhaben bietet Bauherren die Chance, zukunftsweisende Baulösungen und Freiflächengestaltungen umzusetzen. So sollen für ganz Bayern zur Nachahmung anregende Modellstandards gesetzt werden.“

Der Fokus des Modellvorhabens des Experimentellen Wohnungsbaus liegt auf Bauprojekten mit Mietwohnungen in Mehrfamilienhäusern. Dabei müssen mehr als die Hälfte der Wohnungen in der Wohnanlage staatlich geförderte Mietwohnungen sein.

Der Freistaat beteiligt sich im Rahmen der Wohnraumförderung und gibt außerdem Zuschüsse für die Wettbewerbe. Die Fördersumme richtet sich unter anderem danach, wie viele und welche Wohnungen am Ende entstehen. Die Durchführung von Wettbewerben und die folgende Umsetzung der Projektplanungen, Baubeginn und Realisierung durch die Bauherren soll innerhalb von fünf Jahren erfolgen.

Das Bauministerium hat die Bewerbungen aus ganz Bayern geprüft und zehn Modellprojekte in das Modellvorhaben des Experimentellen Wohnungsbaus aufgenommen:

Oberbayern

  • Ingolstadt: GWG Ingolstadt GmbH mit dem Neubau einer seniorengerechten Wohnanlage und Entsiegelung eines ehemaligen Garagenhofs.
  • Freising Stadt Freising „Erna Angerbach wohnt im Grünen“ mit demNeubau eines familiengerechten und ökologischen Wohnquartiers

Niederbayern

  • Deggendorf: Stadtbau Deggendorf GmbH mit dem Neubau von bezahlbaren Wohnungen und Freiflächenaufwertung

Oberpfalz

  • Regensburg: Stadtbau Regensburg GmbH: Neubau von zwei Wohngebäuden zur Nachverdichtung in bestehendem Wohnquartier, Entsiegelung Parkierungsfläche

Oberfranken

  • Selb: SelbWERK GmbH mit dem Neubau eines nachhaltigen Wohngebäudes zur Aufwertung des Bahnhofsumfelds

Mittelfranken

  • Nürnberg-Gebersdorf: wbg Nürnberg GmbH mit der Umwandlung einer versiegelten Brache in ein neues Stadtquartier mit Wohnen an neuem U-Bahnhof
  • Schwabach: GEWOBAU Schwabach GmbH mit der Nachverdichtung und Ergänzung im Bestand, Aufwertung der Freiflächen durch Entsiegelung

Unterfranken

  • Schweinfurt: Stadt Schweinfurt mit der „KlimaQuartier“ Klimaangepasstes Neubauquartier im Zusammenhang mit Landesgartenschau 2026

Schwaben

  • Augsburg: Stadibau, BayernHeim mit Nachhaltige Entwicklung und Neubau von geförderten Wohnungen am Lech entlang der Berliner Allee
  • Füssen - Ziegelwies: Stadt Füssen mit Klimagerechte Wohnraumentwicklung durch Neubau und Nachverdichtung im Stadtteil „Ziegelwies“