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bmH bauen mit Holz 10.2018: Frauen ins Bauhandwerk

Liebe Leserinnen und Leser, beim zweiten FrauenZimmer-Kongress vom 9. bis 11. Mai 2019 in Berlin stehen wieder die Frauen der Dachdecker- und Zimmererbranche im Mittelpunkt. Die Position von Frauen in einer traditionellen Männerdomäne zu stärken – das ist das Ziel.

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Der Kongress bietet interessante Workshops, hochkarätige Referentinnen, ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm in attraktiven Berliner Szenelocations, nachhaltiges Networking und aktiven Austausch. Weitere Informationen zum FrauenZimmer 2019 auf Seite 53.

" Mehr weibliche Auszubildende im Zimmererhandwerk“, stellt auch Holzbau Deutschland in seinem Lagebericht 2018 fest. Der Frauenanteil ist seit 2013 von nur 1,1 Prozent auf – immer noch magere – 2,3 Prozent gestiegen. Es besteht also noch viel ungenutztes Potenzial auf einem Ausbildungsmarkt, der angesichts des demografischen Wandels zunehmend zu einem Arbeitgebermarkt wird, auf dem die Betriebe um die Gunst potenzieller Auszubildender kämpfen. Um dem sich verschärfenden Fachkräftemängel entgegenzuwirken, sollten die Unternehmer gezielt auf weibliche Schulabgänger zugehen, so Holzbau Deutschland weiter. Das klassische Zimmererhandwerk sei zunehmend auch für Frauen attraktiv, denn der gesteigerte maschinelle Einsatz bei Vorfertigung, Elementierung und Montage macht den Beruf des Zimmerers körperlich weniger anstrengend.

Nach Einschätzung der Unternehmer ist ein Engagement in der Ausbildung die wichtigste Maßnahme gegen den Fachkräftemangel. Die Ausbildungsquote ist dementsprechend in den letzten Jahren leicht gestiegen und liegt derzeit bei 10,8 Prozent. Geeignete Bewerber zu finden ist für die Unternehmer laut Holzbau Deutschland allerdings nicht leicht. Dabei gibt es gute Argumente für eine Ausbildung im Handwerk: Dass gerade das Handwerk goldenen Boden hat, wissen alle Beteiligten schon lange. Zu einer Karriere im Handwerk rät auch Schrauben-Milliardär Reinhold Würth: „Kluge Handwerker könnten mehr verdienen als Mediziner“, sagte er jüngst in einem Interview mit der Bild.

Wie die ersten sechs Monate des Jahres 2018 für das Holzbaugewerbe verlaufen sind – Ertragslage, Auslastung, Auftragsbestand und Umsatzerwartung –, lesen Sie im bmH bauen mit Holz-Konjunkturbarometer ab Seite 50.

Laura Westerhoff