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bmH bauen mit Holz 6.2019: Wo Generationen zusammenleben

Um das Soziale mit dem Ökologischen zu verbinden, hat eine kirchliche Hilfsorganisation in Ostwestfalen ein Mehrgenerationenhaus nebst Kindertagesstätte in Massivholzbauweise errichten lassen. Es ist eines der ersten Holzgebäude in NRW, die nach neuer Landesbauordnung gebaut wurden.

Mehrgenerationenhaus bauen mit Holz 6.2019
Bei den beiden Neubauten setzte die Johanniter-Unfall-Hilfe auf eine Ausführung in Brettsperrholzbauweise, sowohl für die eingeschossige Kindertagesstätte als auch für das viergeschossige, barrierefreie Mehrgenerationenhaus. Bild: Architekten Bökamp

Im Nordosten von Nordrhein-Westfalen, im Landkreis Minden-Lübbecke, liegt die rund 50.000 Einwohner zählende Stadt Bad Oeynhausen. Dort wartet die Johanniter-Unfall-Hilfe gemäß den vielfältigen Anforderungen ihrer heutigen und zukünftigen Sozialarbeit mit zwei Neubauten auf. Damit trägt sie der zunehmend dynamischen Entwicklung des demografischen Wandels, der Integration von Flüchtlingen, der Sozialraumorientierung von betreuungsbedürftigen Jugendlichen und der Betreuung von Kleinkindern Rechnung.

Um den komplexen Aufgaben gerecht werden zu können, setzten die Johanniter auf eine Ausführung in Brettsperrholzbauweise (BSP), in der ebenso die eingeschossige Kindertagesstätte wie auch das viergeschossige, barrierefreie Mehrgenerationenhaus errichtet wurden, in dem rund 50 Mitarbeiter beschäftigt sind. Letzteres beherbergt im Erdgeschoss unter anderem einen offenen Treffpunkt mit Cafeteria für Menschen aller Altersklassen und Nationalitäten inklusive Küche und Essbereich.

Ferner betreiben die Johanniter im Parterre eine Tagespflege mit 18 Plätzen sowie eine Sozialstation mit Ruhe- und Therapieeinheiten. Die dazugehörigen Büros und Besprechungsräume sind im ersten Obergeschoss untergebracht, in dem sich auch ein multifunktionaler Saal mit knapp 200 Plätzen befindet. Dieser vervollständigt das räumliche Nutzungskonzept und dient sowohl hauseigenen Angeboten und Seminaren als auch externen Veranstaltungen von Vereinen oder Privatpersonen, die den Saal frei buchen können.

Titel bmH 6.2019

Damit erhofft man sich die Gesellschaft in die Sozialeinrichtung einbinden und die Integration ein Stück weit fördern zu können.

Die Nutzung ist sozial bunt gemischt

Die dritte und vierte Etage des Mehrgenerationenhauses sind an den Wittekindshof vermietet worden, der hier, neben Gemeinschafts- und Büroräumen, 15 behindertengerechte Einzel- und Doppelappartements zur Unterbringung von bis zu 23 Jugendlichen bereithält.

Den ausführlichen Beitrag lesen Sie in bmH bauen mit Holz 6.2019.

Autor: Marc Wilhelm Lennartz