Brandschutzkonzept

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28. January 2021 | Teilen auf:

Brandschutz: Projektgröße steigert Anforderungen

Mit der Projektgröße steigen auch die Anforderungen an den Brandschutz. Ein Onlineseminar Ende Januar von proHolz Schwarzwald, der Hochschule Konstanz und dem Komzet Bau Bühl zum Thema brachte die Teilnehmer auf den aktuellsten Stand.

In den vergangenen Jahren ist der Baustoff Holz immer beliebter geworden. Längst aber sind die Zeiten vorbei, in dem sich nur der private Bauherr für Holz entschied – inzwischen ziehen die Kommunen nach und genehmigen sogar Hochhäuser aus Holz. Mit der Größe der Bauten wächst aber auch die Komplexität: Dies beginnt bereits bei der Planung, insbesondere etwa beim Thema Brandschutz.

Die höheren Anforderungen sind zugleich auch eine Herausforderung für die Mitarbeiter in den Bauämtern von Städten und Gemeinden: Sie sind es, die die eingereichten Pläne regelkonform prüfen müssen.

Dr. Mandy Peter ist Leiterin und Prokuristin der bauart Konstruktions GmbH-Niederlassung München und befasst sich seit vielen Jahren mit brandschutzrechtlichen Themen im Holzbau. Ihr Onlineseminar „Brandschutz im Holzbau – sicher genehmigen und planen“ hatte den Fokus auf den Gebäudeklassen 4 und 5. Darunter fallen zum Beispiel Wohngebäude, bei denen das oberste Geschoss in einer Höhe zwischen 7 und 22 Metern liegt. Zunächst stellte Frau Peter den rund 200 Teilnehmern, darunter Architekten und Mitarbeitern von Bauämtern, die bauordnungsrechtlichen Grundlagen zur Verwendung brennbarer Baustoffe vor. Ein Brandexperiment mit einer tragenden Außenwand zeigte anschaulich, was dieses Bauteil im Brandfall aushalten kann und muss. Frau Peter wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es bei hochfeuerhemmenden Bauteilen in Holzbauweise keine Hohlraumbrände geben könne. Grund: Sie sind vollständig mit nicht-brennbaren Dämmstoffen gefüllt. Ein wichtiger Punkt im Seminar war auch das Thema „Rauchdichtigkeit“, das in Baden-Württemberg immer noch für Verwirrung sorgt. Anlass genug für Seminarleiterin Peter, den Teilnehmern anhand einiger Beispiele von Bauteilfügungen zu zeigen, auf was es zu achten gelte, um ausreichenden Feuer- und Rauchwiderstand zu erzielen. Im Anschluss gab es die Möglichkeit für einen digitalen Austausch zwischen den Teilnehmern.