zurück

Bürogebäude: Erster österreichischer Fünfgeschosser komplett aus Holz

Mit der Errichtung eines Bürogebäudes in Holzbauweise schlägt die F.M. Hämmerle Holding ein neues Kapitel auf. Standort ist Dornbirn, die größte Stadt im als Holzbauland bekannten Bundesland Vorarlberg. „Mit der bewussten Entscheidung für den Baustoff Holz aus unserem eigenen Wald setzen wir ein Zeichen für unsere Verbundenheit zur Natur und für Nachhaltigkeit“, so Vorstand Petra Kreuzer.

Hämmerle Holding Holzgebäude Österreichs
Reine Holzgebäude mit über vier Geschossen sind im deutschsprachigen Raum - noch - sehr rar. Foto: Hämmerle Holding

Das Holzbauprojekt ist das erste seiner Art in Österreich mit fünf Geschossen und einem ausschließlich aus Holz bestehenden Erschließungskern. Das Projekt Sägerstraße 6 setzt neue Maßstäbe im mehrgeschossigen Holzbau. Die Bauherrin vertraut auf Vorarlberger Holzbaukompetenz: Der renommierte Architekt Johannes Kaufmann plante das flexible Bürohaus mit Dornbirner Fichtenholzfassade. Die Holzbauspezialisten von Fussenegger Holzbau errichten die tragende Holzkonstruktion. Architekt Johannes Kaufmann: "Das 150 Jahre alte historische Gebäude Sägerstraße 4 und der neue Holzgewerbebau Sägen 6 ergänzen sich und ergeben eine symbiotische Gesamtsituation."

Das ab der Kellerdecke einschließlich des Treppenhauses und Aufzugsschachtes komplett in Holz zu errichtende Gebäude sorgt schon im Vorfeld für positive Resonanz: Reine Holzgebäude mit über vier Geschossen sind im deutschsprachigen Raum - noch - sehr rar. Mit dem fünfgeschossigen Holzprojekt setzt F.M. Hämmerle auf den Wertstoff Holz für ästhetisches, wirtschaftliches und nachhaltiges Bauen. Die Bebauung erfolgt als Nachverdichtung im städtischen Raum direkt neben einem bestehenden historischen Objekt. Damit wird keine neue Grünfläche versiegelt.

Hämmerle Holding Holzgebäude Österreichs
Statt eines klassischen Spatenstiches wurde Ende Februar als Referenz an den Baustoff Holz symbolisch eine Fichte aus dem unternehmenseigenen Wald angesägt. Foto: Hämmerle Holding

Ein besonderes Detail unterstreicht die Nachhaltigkeit des Projektes. Fichten aus dem firmeneigenen Wald werden für die Holzfassade verarbeitet. Die unweit der Firmenzentrale gewachsenen Bäume erhalten ein zweites Leben und bilden die Hülle für das neue Bürohaus in Zentrumsnähe. Der Verwertungsgrad liegt bei 100 Prozent: der Baumverschnitt wird zu Konstruktionsholz verarbeitet, die Sägereste für die Biomasseheizung der Nahwärme verwendet. Kürzeste, emissionsarme Wege sind damit garantiert. Das Bürogebäude der Zukunft hat bis auf wenige Flächen bereits fixe Mietinteressenten.