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Campusneubau NRW: Studentisches Wohnen in Holz

In direkter Nähe zum bereits bestehenden Hochschulstandort „Bundesakademien“ in Brühl, NRW sieht das städtebauliche Konzept die Entstehung einer ergänzenden Bildungseinrichtung in Kombination mit studentischem Wohnen vor. Die Gebäude sind in Holzmodulbauweise und Holz-Hybridbauweise geplant.

Heider Bergsee Campus Brühl
Foto: Heider Bergsee Campus Grundbesitz GmbH, Düsseldorf/Brühl

Vom DüsseldorferArchitekturbüro greeen! architects geplant ist ein ökologisches und barrierefreies Gebäudeensemble, das sich perfekt in die Umgebung einfügt und bestehende Strukturen optimal ergänzt. Ein mehrgeschossiges und in seinen Grundrissen flexibel nutzbares Gebäude bildet das Zentrum und ist für Bildungs-, Forschungs- oder Entwicklungseinrichtungen vorgesehen. Ergänzt wird der Neubau durch zwei mehrgeschossige Wohngebäude, die den dringenden Bedarf an studentischem Wohnen abdecken werden.

Die beiden Wohngebäude sind in Holzmodulbauweise geplant, das mittlere Gebäude, das das Zentrum für Bildung-, Forschung- und/oder Entwicklungseinrichtungen vorgesehen ist, ist in Holz-Hybridbauweise geplant.

Zunftsweisendes Projekt mit hohem ökologischen Anspruch

Durch das Ensemble entstehen etwa 20.000 qm Fläche, von denen das studentische Wohnen etwa 15.000 qm einnehmen wird. „Wir freuen uns am Bildungsstandort Brühl ein so zukunftsweisendes Projekt mit hohem ökologischem Anspruch auf den Weg zu bringen,“ erklärt Markus Mertens vom Projektentwickler Heider Bergsee Campus Grundbesitz GmbH. Die V-förmige Kubatur des Bildungsbaus öffnet sich mit direkten Blickbeziehungen zur bestehenden Hochschule des Bundes und formt einen Eingangsplatz, der ein Gegenüber zu dem nördlich bestehenden Campus-Entree bildet. Die beiden Wohngebäude richten sich mit großzügigen Landschaftsfenstern nach Süden aus, die das Areal mit den angrenzenden Grünflächen verflechten.

Heider Bergsee Campus Brühl
Foto: Heider Bergsee Campus Grundbesitz GmbH, Düsseldorf/Brühl

5.000 t CO2 dauerhaft im Campusneubau gespeichert

Die Wohngebäude sind im nachhaltigen Holzbau geplant und ermöglichen einen schnellen und emissionsarmen Bau in Bezug auf Lärm, Erschütterungen und Staub vor Ort. Durch die Nutzung des nachwachsenden Rohstoffs werden insgesamt etwa 5.000 t CO2 dauerhaft im Campusneubau gespeichert. Zudem können alle Konstruktionselemente später wieder in ihre Materialkreisläufe zurückgeführt werden. Durch einen geringen Primärenergiebedarf wird die Energieeinsparverordung bei diesem ökologischen Vorzeigeprojekt um 45 % unterschritten. Auf dem rund 29.000 qm großen Grundstück setzen der Projektentwickler und die Architekten den Fokus auf Nachhaltigkeit und eine hohe Aufenthaltsqualität.

Freiraumkonxeptmit großzügigen Freiflächen und hohem Grünanteil

Das Freiraumkonzept, entworfen von den Landschaftsarchitekten greenbox aus Köln, sichert das südlich liegende Biotop weiterhin als Landschaftsschutzgebiet. Das östlich angrenzende Waldgebiet bleibt völlig unberührt. Es werden großzügige Freiflächen mit hohem Grünanteil für den Schutz und die Förderung der biologischen Vielfalt angelegt. „Das anspruchsvoll gestaltete Freiraumkonzept und der Bau in Holz können an diesem Standort ein nachhaltiges und ökologisches Leuchtturmprojekt für die Stadt Brühl entstehen lassen, dass der Natur Raum gibt und allen Bürger*innen zur Verfügung stehen wird“, sagt Marc Böhnke von greeen! architects.

Ein Team aus Fachingenieuren und Sachverständigern hat in Gutachten sichergestellt, dass durch den Campusneubau die Kaltluftzufuhr zum östlichen Wohngebiet nicht beeinträchtigt und der Schallimmissionsschutz erfüllt wird. Es werden laut Entwickler positive Synergieeffekte für die biologische Vielfalt und die Bürger*innen der Stadt Brühl entstehen.