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DACH+HOLZ Int. 2018: Hochburg des Zimmererhandwerks

Rund 45.000 Dachdecker, Zimmerer und Bauklempner besuchten Ende Februar die DACH+HOLZ International auf dem Kölner Messegelände. Höchstnoten in der Gesamtbeurteilung gab es schon nach 36 Stunden Messe, von Seiten der Besucher und Aussteller.

DACH+HOLZ 2018 Messestand Rudolf Müller Mediengruppe
Neben der Produktschau werden Dienstleistungen auf der Messe immer wichtiger: so zum Beispiel die von der Rudolf Müller Mediengruppe organisierten BIM-Beratungen, Messerundgänge und Netzwerkveranstaltungen.
Foto: Susanne Kurz/Bruderverlag

Neben neuen Produkten bei Außenwandbekleidung, Dachdeckungen und -abdichtungen sowie Holzwerkstoffen und -fertigbau waren die täglichen Handwerkerrundgänge, das Vortragsspecial „Zukunft Dach“ am Mittwochnachmittag oder die Sonderschau „Absichern statt Abstürzen“ die Besuchermagnete 2018. Gerade auf der zuletzt genannten Fläche wartete ein interaktiver Mitmachparcours zum Thema Unfallprävention. Die BG Bau hatte hierfür einen zweistöckigen Dachaufbau mit Dachstuhl aufgebaut. Dachdecker, Zimmerer und Klempner konnten bei Klettertouren neue Sicherheitssysteme eigenständig ausprobieren. Zudem wurden Sicherheitstechnologien wie die Weltneuheit des ersten Anhängerkrans mit Personen-Sicherung oder Lifeline-Systeme vorgestellt. Von 91 Prozent der Besucher gab es für diese umfassende und lebenswichtige Präsentation Lob in höchsten Tönen. Über dieses positive und eindeutige Besuchervotum waren die beiden Trägerverbände der Messe, der Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH) und Holzbau Deutschland – Bund Deutscher Zimmermeister im ZDB sehr erfreut. Schließlich ist Unfallprävention eines der Hauptanliegen beider Berufsverbände.

DACH+HOLZ 2018 Zimmererhandwerk
Das Zimmererhandwerk war mit zahlreichen Aktionen, etwa zur Arbeitssicherheit oder dem öffentlichen Training der Nationalmannschaft vertreten.
Foto: Susanne Kurz/Bruderverlag

Am Ende zogen sie aus Sicht ihrer Mitglieder ein positives Schlussfazit. „Die Vielfalt der Weltleitmesse ist wirklich einmalig. Wichtig ist mir neben der Internationalität aber das Zusammenrücken der Gewerke. Denn nur wenn Dachdecker, Zimmerer und Klempner gemeinsam arbeiten, sich austauschen und Verständnis für die Belange der jeweils anderen entwickeln, können wir die Erwartungen unserer Kunden auch in Zukunft professionell erfüllen“, sagte Dirk Bollwerk, Präsident des ZVDH. „Zudem legen wir unser Augenmerk auf Nachwuchssicherung. Und dafür haben wir auf der Messe erstmalig Jugendbotschafter eingesetzt, die über Social Media Kanäle Schülern die vielfältigen Facetten unseres Gewerks näher bringen.“ Aus Sicht der deutschen und europäischen Zimmerer resümierte der Vorsitzende von Holzbau Deutschland – Bund Deutscher Zimmermeister im ZDB, Peter Aicher: „Die DACH+HOLZ International wird ihrem Ruf der wichtigsten Messe für den Holzbau gerecht. Die zahlreichen interessierten Besucher machen den erkennbaren Boom im Holzbau deutlich. Themen wie Digitalisierung und Automation waren stark frequentierte Angebotsbereiche unserer Firmen und Leistungspartner. Dieser hohe Zuspruch zeigen den kontinuierlichen und ständigen Optimierungsprozess der Branche.“

Die nächste DACH+HOLZ International findet vom 28. bis 31. Januar 2020 in Stuttgart statt.