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Fachtagung Holzbau: Innovatives Bauen mit Holz in der Bodenseeregion

„Wir müssen gerade die Kommunen davon überzeugen, welche Vorteile das Bauen mit Holz hat“, sagte der Beiratsvorsitzende von proHolz Schwarzwald, Michael Hafner, in seiner Eröffnungsrede. „Das ist in den Städten noch nicht so durchgedrungen“.

Gerhard P.Maier
Die Technik beim Holzbau werde ständig weiterentwickelt, hob Gerhard P. Maier, Vorsitzender der Kammergruppe Konstanz der Architektenkammer Baden-Württemberg hervor, und immer mehr Holzarten wie zum Beispiel Buchenholz könnten in der Zukunft verwendet werden. Bild ProHolz Schwarzwald

Auf der Fachtagung Holzbau an der HTWG Konstanz Mitte März warb die Clusterintiative proHolz Schwarzwald mit der Fakultät für Bauingenieurwesen an der HTWG Konstanz vor über 100 Architekten, Planer, Ingenieure für den Baustoff Holz.

Hafner verwies neben den vielen technischen Vorteilen auf die die positiven Effekten des Holzbaus auf das Klima. Dass im Baustoff Holz das Treibhausgas CO2 gebunden wird, müsse für die Städte und Gemeinden Motivation sein, verstärkt auf das Bauen mit Holz zu setzen. Holz werde im Bauwesen sowohl im Klimaschutz als auch im Ressourcenschutz eine zentrale Rolle spielen. Möglichkeiten gebe es viele im Städtebau über Ein- und Zweifamilienhäuser hinaus – beim Garagenbau, beim Geschosswohnungsbau oder beim Brückenbau. Schon jetzt würden in Südbaden ca. 30 Prozent der Ein- und Zweifamilienhäuser aus Holz gebaut. Ein Drittel des jährlichen Holzeinschlages in Deutschland würde ausreichen, um sämtliche Eigenheime in Holzbauweise entstehen zu lassen. Dadurch würden bis zu 56 Prozent weniger Treibhausgase an die Atmosphäre abgegeben als bei der Verwendung anderer Baustoffe, so Hafner.

Gerhard P. Maier, Vorsitzender der Kammergruppe Konstanz der Architektenkammer Baden-Württemberg, setzte sich ebenfalls dafür ein, das Bauen mit Holz zu fördern. Die Technik beim Holzbau werde ständig weiterentwickelt, hob er hervor, und immer mehr Holzarten wie zum Beispiel Buchenholz könnten in der Zukunft verwendet werden. Michael Muffler, Vorsitzender der Kreisgruppe Schwarzwald Baar Heuberg im Bund Deutscher Architekten, beschrieb die Vielfältigkeit des Baustoffes Holz und empfahl den Tagungsteilnehmern: „Es muss nicht immer heimisches Holz sein. Es geht darum, das richtige Holz an der richtigen Stelle einzusetzen“. Das könne auch mal spezielles Holz aus Amerika sein, wie er es an der Verkleidung der Tonhalle in Villingen-Schwenningen eingesetzt habe.

Die Veranstalter präsentierten außerdem besonders gelungene und ausgezeichnete Beispiele moderner Holzbauten rund um den Bodensee und in angrenzenden Regionen.

Unterstützt wurde die Fachtagung von den Kooperationspartnern Holzbau Baden e. V., Architektenkammer Baden-Württemberg, Bund Deutscher Architekten und Ingenieurkammer Baden-Württemberg.