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DER ZIMMERMANN 7.2017: Wir sind von Natur aus nachhaltig

Der relativ junge Verein „Handwerk mit Verantwortung“ setzt sich für ein nachhaltiges Wirtschaften im Handwerk ein. DER ZIMMERMANN sprach mit Timothy Vincent, Steinbildhauer aus Wetter (Ruhr), und mit Hans-Jürgen Möhn, der die Zimmerei Matthias Brock GmbH in Hilden bei Düsseldorf leitet. Beide sind in dem Verein aktiv.

Titelstory DER ZIMMERMANN 7.2017
„Das Handwerk ist eine Kulturtechnik, die bleibende Werte schafft. Damit ist es von Natur aus nachhaltig“, so sehen es Hans-Jürgen Möhn (links) und Timothy Vincent vom Verein „Handwerk mit Verantwortung“. Bild: DER ZIMMERMANN

DER ZIMMERMANN: Wie sind Sie auf den Verein „Handwerk mit Verantwortung“ gestoßen?

Timothy Vincent: Ich habe den Verein quasi gegründet. Zunächst habe ich eine Initiative und dann den Verein „Handwerk mit Verantwortung“ Anfang November 2015 ins Leben gerufen. Mir missfiel es, dass das Handwerk mit seinen Produkten häufig nur noch die Industrie kopiert, um gegenüber dieser wettbewerbsfähig zu bleiben. Das Handwerk kann mehr Selbstbewusstsein an den Tag legen. Gerade angesichts der Möglichkeiten des globalen Waren- und Datenflusses und -austausches wird das Hauptmerkmal von Handwerk, nämlich die Stärkung und der Erhalt des Binnenmarktes und der regionalen Nahversorgung, die Wertevermittlung in der Face-to-Face-Beziehung von Handwerker zu Kunde und die Mensch-zu-Mensch-Beziehungen – über die rein ökonomischen Transaktionen hinaus – vergessen. Durch unsere Aktivitäten stärken wir die handwerkliche Identität und bauen Vertrauensstrukturen auf. Wir wollen, dass mit dem Verein ein besonderes Maß an Qualität und Verantwortung verbunden ist. Wir sind mittlerweile 26 Mitglieder aus allen Bereichen, nicht nur Steinbildhauer oder Zimmerer, wie wir es sind, sondern auch Bäcker, Friseure und sogar ein Bestattungsunternehmen.

Titel DZI 7.2017

Hans-Jürgen Möhn: Ich habe von dem Verein über einen befreundeten Steinmetz erfahren. Er hatte Informationsmaterial. Das habe ich gelesen und dachte, das ist es, da schließe ich mich an. Wir Handwerker haben ja keine starke Lobby. Leider sprechen wir zu wenig darüber, was wir können, was wir bieten, weil uns die Möglichkeiten dafür fehlen. Als Handwerksmeister und Betriebsinhaber muss ich das Marketing neben den Baustellen, Einkauf, Verkauf, Akquise und den ganzen anderen Aufgaben selbst organisieren. Durch den Verein bekomme mehr ich mehr Input, kann mich austauschen oder man kann sich gegenseitig ergänzen.

Den ausführlichen Artikel lesen Sie in DER ZIMMERMANN 7.2017.

Autor: Angela Trinkert