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DER ZIMMERMANN 1-2.2018: Durch diese enge Gasse muss er kommen

Es war weder viel Platz noch viel Zeit, um das Baumaterial auf einen zu sanierenden Kirchendachstuhl zu schaffen. Doch der verantwortliche Zimmermeister überlegte sich ein kluges Logistikkonzept. Mithilfe eines Autokrans und eines Seecontainers transportierte man innerhalb von einer Stunde alles nach oben.

Baustelleneinrichtung DZI 1-2.2018
Das gesamte Baumaterial wurde in einen Container geschafft, den dann ein Autokran nach oben hob. Bild: Vinzenz Bachmann Bau Gmbh Co. KG

Enge Altstadtgassen und moderne Logistik passen nicht immer zusammen. Diese Kombination schien auch bei einer Sanierung der Dachstühle einer Barockkirche dem beauftragtem Zimmereiunternehmen Vinzenz Bachmann Bau GmbH & Co KG aus dem bayerischen Schleching problematisch zu werden. Hinzu kam, dass der Auftrag die Vorgabe enthielt, dass sämtliches Material an nur einem Tag in den Hauptdachstuhl geschafft werden musste, damit der Markt, der tagsüber auf dem Platz vor der Kirche stattfindet, und der hohe touristische Andrang in dem Altstadtviertel nicht beeinträchtigt werden.

Titel DZI 1-2.2018

Zwei enge Spindeltreppen führten nach oben in das Dach. Lange und vor allem schwere Bauteile wie die Stahlträger hätten unmöglich über sie zum Dach hoch transportiert werden können. Also blieb nur eine kleine Ausstiegsluke mit einer Öffnung von etwa 1,40 × 2,00 m im Dach, die als Zugang infrage kam. Zunächst überlegte man, die größeren Bauteile einzeln nach oben zu heben, was viel Zeit in Anspruch genommen hätte. Dafür wäre ein Ausschussgerüst notwendig gewesen, auf dem man außerhalb der Luke das Material hätte sicher annehmen können. So war es im Leistungsverzeichnis auch ausgeschrieben.

Den ausführlichen Artikel finden Sie in DER ZIMMERMANN 1-2.2018.

Autor: Angela Trinkert