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Der Zimmermann 10.2020: Das bewährte Hausbau-System

Liebe Leserinnen und Leser, 35 Jahre ist es her, dass erstmals unser Standardwerk „Holzrahmenbau“ erschienen ist. Jede Zimmermeisterin und jeder Zimmermeister, aber auch alle Holzbauplanenden werden mindestens eine Auflage dieses Klassikers im Bücherregal stehen haben.

Angela Trinkert
Angela Trinkert. Bild: Balsereit

Jetzt im November erscheint die sechste Auflage. Diese wurde komplett überarbeitet, wie Sie in dem Interview auf Seite 14 mit dem Autoren Gerrit Horn, mit Walter Bauer, Präsident des Holzbau Deutschland Instituts, und mit Ute Schikorra, die bei uns im Bruderverlag die Umsetzung betreut, lesen können. Diese grundlegende Überarbeitung war erforderlich, da sich seit der letzten Auflage 2014 nicht nur der Holzbau weiter entwickelt hat, sondern auch viele Anforderungen, die beispielsweise den Schallschutz oder den Brandschutz betreffen, novelliert wurden. Eines hat sich dagegen nicht geändert: Der Holzrahmenbau ist immer noch – wie bereits seit vielen Auflagen im Untertitel zu lesen ist – ein bewährtes Hausbau-System. Und das ist gut so. In Zeiten, in denen ressourcenschonendes und energieeffizientes Bauen wichtiger ist denn je, muss das Rad nicht neu erfunden werden. Es kann auf eine erprobte und etablierte Holzbauweise, in die die Entwicklungen der letzten Jahrzehnte beständig eingeflossen sind, zurückgegriffen werden. Das Buch liefert das Handwerkszeug für die Planung und die Umsetzung der Holzrahmenbauweise.

In zwei Onlineseminare, eines am 25. November und das andere am 9. Dezember, führt Sie der Autor tief in die neuen Fachinhalte des Buchs ein. Weitere Informationen dazu finden Sie am Ende des Interviews, auf Seite 17.

Eine der Neuerungen der letzten Jahre im Holzrahmenbau ist sicherlich die vermehrte Verwendung von Massivholzdecken. Die – im Gegensatz zu Holzbalkendecken – höhere Steifigkeit von Decken aus Massivholzelementen kann größere Spannweiten oder niedrigere Konstruktionshöhen ermöglichen. Für Bauwillige kann auch eine sichtbar bleibende Oberfläche einer Massivholzdecke attraktiv sein. Aus bauphysikalischer Sicht können ebenfalls manche Argumente überzeugen, Massivholzdecken einzusetzen. Wie es beispielsweise um den Trittschallschutz bei Massivholzdecken bestellt ist, erfahren Sie im Fachtraining auf Seite 22.

Der Holzrahmenbau kann bauseits erstellt oder in der Halle vorgefertigt werden. Für die Vorfertigung von Wand-, Dach- oder Deckenelementen stehen inzwischen viele Hilfsmittel zur Verfügung. Einige davon stellen wir Ihnen in dem Artikel auf Seite 32 vor.

Ich wünsche Ihnen eine nützliche Lektüre.

Ihre

Angela Trinkert
Management Programm
a.trinkert@bruderverlag.de

Tietl DZI 10.2020