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DER ZIMMERMANN 4.2018: Mut zur Lücke

Geschossdecken und Wände für den Holzrahmen- und Holzfertigbau sind aus Parallelträgern mit Nagelplattenstegen wirtschaftlich zu konstruieren und schnell zu errichten. Die belastbaren Parallelträger haben zwischen Ober- und Untergurt Durchlässe, die sich für die Querverlegung wie von Kabeln und Rohren in der Decke nutzen lassen. Der folgende Artikel stellt die Holzbauelemente näher vor.

Geschossdecke DZI 4.2018
Geschossdecken, die große Spannweiten erfordern, können mit Open-Web-Joists realisiert werden. Zur Verbindung von Ober- und Untergurt dienen V-förmige metallische Stege mit Nagelplattenanschlüssen. Bild: Elmar Suckfüll

Böden und Decken aus Parallelträgern (Bild 1) in einer Art Fachwerkarchitektur aus Holz und Metall zu gestalten, bietet sich im Neubau, in dem immer mehr Ver- und Entsorgungsleitungen sowie Kabel zu verlegen sind, an. Die Verfügbarkeit einer zusätzlichen horizontalen Installationsebene in der Decke kann die Fachplanung erleichtern.

Im anglo-amerikanischen Wirtschaftsraum werden Parallelträger mit Nagelplattenstegen herstellerübergreifend als Open-Web-Joists bezeichnet. Sie bestehen aus einem Unter- und Obergurt, die über ihre gesamte Länge beidseits mit V-förmigen Nagelplattenstegen verbunden sind. Ebenso wie Nagelplattenbinder werden die Parallelträger industriell vorgefertigt, was auf den gleichen Maschinen geschieht. Genau wie die Nagelplatten bei Nagelplattenbindern werden dabei Nagelplattenstege auf Flächenpressen von beiden Seiten maschinell ins Holz eingepresst. Open-Web-Joists sind daher als Konstruktionsvariante der bekannten Nagelplattenbinder anzusehen.

Titel DZI 4.2018

Blick hinter die Kulissen

Die exakte Positionierung der Nagelplattenstege auf dem Ober- und Untergurt erfolgt mittels programmgesteuerter Laser-Projektion. Das Ablängen der Holzbauteile geschieht bauvorhabenspezifisch im CNC-Prozess ebenfalls programmgesteuert. Insofern sind Böden, Flachdächer, Wände und Geschossdecken aus Parallelträgern weitere Umsetzungen der Idee, Elemente und Bauteilgruppen in trockenen Hallen objektspezifisch zu produzieren, montagebereit auf die Baustelle zu liefern und dort zügig einzubauen.

Den ausführlichen Beitrag lesen Sie in DER ZIMMERMANN 4.2018.

Autoren: Oliver Amandi und Elmar Suckfüll