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Der Zimmermann 5.2019: Die Potenziale des Holzbaus und das Bauordnungsrecht

Mit den Änderungen der Landesbauordnungen soll der mehrgeschossige Holzbau erleichtert werden. Immer mehr Bundesländer reformieren die gesetzliche Vorlage entsprechend. Der Artikel gibt einen Überblick, was in welchem Bundesland möglich ist.

DZI 5.2019 Titel LBO
Dank vieler Forschungsaktivitäten wird der Holzbau seinen Anteil in den Gebäudeklassen 4 und 5 ausbauen können. Einige Bauordnungen möchten mit novellierten Regelungen das Bauen mit Holz fördern. Bild: Der Zimmermann

Die aktuelle Situation der Regelungen in den 16 Bundesländern für das Bauen mit Holz als normalentflammbarer Baustoff zeigt, dass die Anforderungen sehr unterschiedlich sind und in der Anwendung bei Planenden, Holzbauunternehmen und den Bauaufsichtsbehörden unterschiedlich verstanden werden. Mit dem Wandel des Bauordnungsrechts infolge des EuGH-Urteils 2014 hat der Holzbau seine Position als etablierte und nachhaltige Bauweise stärken können. Davor hatte er zuletzt 2002 mit der Einführung der Gebäudeklassen in der Musterbauordnung (MBO) und in der Folge mit Einführung der Muster-Richtlinie über brandschutztechnische Anforderungen an hochfeuerhemmende Bauteile in Holzbauweise (M-HFHHolzR Fassung Juli 2004) einen wichtigen Schritt als Alternative für mehrgeschossige Gebäude und Variante bei Aufstockungen gemacht. Damit war es in fast allen Bundesländern möglich, Gebäude der Klasse 4 in Holztafelbauweise ohne Abweichung von den bauaufsichtlichen Anforderungen umzusetzen. Möglich machte dies eine brandschutztechnisch wirksame Bekleidung, die sogenannte K260 Kapselklasse.

Titel DZI 5.2019

Die K260-Bekleidung besteht in der Regel aus zwei Bekleidungslagen und verhindert über einen Zeitraum von 60 Minuten eine Entzündung der tragenden und aussteifenden Holzbauteile, indem die mittlere bzw. maximale Temperatur an den tragenden und aussteifenden Holzbauteilen nach 60 Minuten Brandbeanspruchung die Anfangstemperatur um nicht mehr als 250 °C bzw. 270 °C überschreiten darf.

Den ausführlichen Beitrag lesen Sie in Der Zimmermann 5.2019.

Autoren: Florian Schmidt-Hieber und Johannes Niedermeyer

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