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Der Zimmermann 5.2020: Balkone und Terrassen in Holz

Der Baustoff Holz hat zahlreiche positive Eigenschaften, jedoch ist er ein feuchteempfindlicher Werkstoff. Daher wird häufig die Frage diskutiert, ob es denn sinnvoll sei, frei bewitterbare Bauteile, wie es Balkone und Terrassen in vielen Fällen sind, überhaupt in Holz zu errichten.

DZI 5.2020 Balkone Titelstory
Werden die allgemein anerkannten Regeln der Technik für Balkone und Terrassen in Holz beachtet, ist die Dauerhaftigkeit der Konstruktion im Allgemeinen gewährleistet. Bild: EyF Gámiz

Bei näherer Betrachtung ist in der Baupraxis festzustellen, dass es zum einen Balkon- und Terrassenkonstruktionen aus Nadelhölzern gibt, die erstaunlich lange Wind und Wetter standhalten. Und auf der anderen Seite zeigen sich Fälle, bei denen trotz Verwendung besonders robuster Holzarten bereits nach kurzer Dauer Schäden auftreten. Die Materialauswahl, in besonderer Weise jedoch Konstruktion und Ausführung entscheiden letztlich über die Qualität und Langlebigkeit von bewitterten Außenbauteilen wie Balkonen und Terrassen. Zusätzlich zum Feuchtehaushalt sind insbesondere bei Balkonen auch grundlegende baurechtliche Anforderungen zu beachten.

Wenn ein Stück Vollholz mehrere Tage ins Wasser gelegt und anschließend wieder herausgenommen wird, hat es im Gegensatz zu zahlreichen anderen Baustoffen nach Abtrocknung die gleichen technischen und mechanischen Eigenschaften wie zuvor. Wenn dieses Holz allerdings über längere Zeit einen erhöhten Feuchtegehalt (oberhalb des Fasersättigungsbereichs) aufweist, sind Schäden, verursacht durch Holz abbauende Pilze, die nahezu unausweichliche Folge. Die Erkenntnis, dass Feuchte und Nässe für das Holz prinzipiell unschädlich sind, solange die Wiederaustrocknung sichergestellt ist, zieht sich wie ein roter Faden durch alle Planungs- und Ausführungsgrundsätze speziell bei bewitterbaren Außenkonstruktionen.

Titel DZI 5.2020

Entsprechend wird nach der Holzschutznormenreihe DIN 68800 „Holzschutz“ in Gebrauchsklassen (GK) unterschieden. Dabei zeigt sich, dass innerhalb von Terrassen- oder Balkonkonstruktionen für die einzelnen Bestandteile meist verschiedene Gebrauchsklassen vorliegen. Im vorliegenden Artikel werden einige praxisrelevante Grundzüge für Materialauswahl und Bauausführung näher betrachtet.

Den ausführlichen Artikel lesen Sie in Der Zimmermann 5.2020.

Autor: Josef Egle