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Der Zimmermann 5.2020: Ein langer Atem ist gefragt

Liebe Leserinnen, liebe Leser, der heutige Tag, an dem ich dieses Editorial verfasse, ist der erste, an dem die Coronaauflagen etwas gelockert werden konnten. Bis Sie diese Zeitschrift im Mai in den Händen halten werden, werden noch einige Tage vergehen. Bis dahin kann sich wieder einiges geändert haben.

Angela Trinkert

Vielleicht konnten weitere Enschränkungen zurückgenommen werden, weil die Verdopplungszeit stabil blieb, vielleicht mussten die Maßnahmen erneut verschärft werden, da die Zahl der Infizierten wieder schneller angestiegen ist. Für uns alle hoffe ich, dass ersteres eintreffen wird.

Das Bauhandwerk steht im Gegensatz zu vielen anderen Branchen relativ gut da. Laut Holzbau Deutschland ist die Auftragslage vieler Unternehmen nach wie vor sehr gut, und die Auslastung reicht bei einigen bis ins nächste Jahr. Auch die KfW stellt fest, dass das Programm „Energieeffizient Bauen und Sanieren“ momentan – trotz der Coronakrise – stark nachgefragt wird. Allerdings gab es laut einer Mitteilung des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes (ZDB) deutlich mehr Meldungen zur Behinderung der Bautätigkeit, wie krankheitsbedingte Ausfälle und Lieferschwierigkeiten von Material. Der ZDB geht zudem davon aus, dass die Investitionsfreude in Bauvorhaben in den nächsten drei Monaten deutlich nachlassen wird.

Wenn Sie diesbezüglich gut informiert bleiben wollen: Die tagesaktuellen Meldungen können Sie jederzeit auf unserer Internetseite www.bauenmitholz.de oder auf facebook nachlesen.

Die Maiausgabe von Der Zimmermann hat den Holzschutz als Schwerpunkt. Los geht es auf Seite 8 mit Balkonen und Terrassen aus Holz. Meist frei bewittert, braucht es bei der Materialauswahl und bei der Konstruktion Fachwissen, damit diese langlebig bleiben. Der Beitrag auf Seite 16 stellt die überarbeitete Fachregel des Zimmerhandwerks „Außenwandbekleidungen aus Holz“ vor. Mit ihr steht ein wichtiger Leitfaden für eine sachgemäße Planung und Ausführung üblicher Regelfälle zur Verfügung, damit die Dauerhaftigkeit von Holzfassaden gewährleistet werden kann. Um ein konkretes Beispiel dreht es sich auf Seite 22 im Fachtraining. Unser Autor Elmar Mette trifft Überlegungen für einen Pavillon, wie dieser unter Beachtung des konstruktiven Holzschutzes ausgeführt werden kann.

Auf die Rubrik „Weiterbildungen“ verzichten wir zunächst, bis klar ist, wann diese wieder mit physischer Anwesenheit der Teilnehmenden stattfinden dürfen.

Es grüßt Sie aus dem Homeoffice

Angela Trinkert
Management Programm
a.trinkert@bruderverlag.de

Titel DZI 5.2020