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Der Zimmermann 6.2021: König Fußball

Obwohl bereits verschoben, wird die Fußball-Europameisterschaft auch in diesem Jahr nicht unter gewohnten Bedingungen stattfinden und verfolgt werden können. Für all diejenigen, die Fussball lieben, gibt es zum Trost eine Schiftübung, die der frühere leitende Redakteur Peter Kübler einst nach einer Idee von Philipp Stich für Der Zimmermann 8.2012 erarbeitet hat.

Titelstory DZI 6.2021 Fußball
„Fußballkörper“, den Philipp Stich baute. Foto: Swantje Küttner/Holzbau Deutschland

Während eines Trainings der Nationalmannschaft der Zimmerleute 2012 baute Philipp Stich – Bronzemedaillengewinner bei den Weltmeisterschaften 2011 – einen Fußball aus filigranen Holzstäben (Bild 1).

Dass der 3. der Weltmeisterschaften eine solche Konstruktion bauen kann, ist fast selbstverständlich. Aber jede ambitionierte Zimmerin und jeder ambitionierte Zimmerer wird sich fragen: Kann ich das auch? Mit etwas Begeisterung für Geometrie, Genauigkeit bei Aufriss und Ausarbeitung und mit dem erforderlichen Fleiß und Durchhaltevermögen gelingt das.

Einordnung der Geometrie des Körpers

Der „Fußballkörper“ ist ein Polyeder (Vielflächner) und gehört zu den platonischen Körpern. Er entsteht durch die Abstumpfung der Ecken eines Ikosaeders (Ikosaeder = Zwanzigflächner).

Das Ikosaeder weist 20 Dreiecksflächen, 30 Kanten und 12 Ecken auf. Die 12 Ecken werden durch Abstumpfen zu 12 gleichseitigen Fünfecken.

Der so entstandene „Ikosaederstumpf“ hat als Oberflächen 20 Sechsecke und 12 Fünfecke, dazwischen liegen 90 Kanten, die an 60 Ecken zusammenlaufen. Der Ikosaederstumpf entspricht übrigens dem räumlichen Modell eines C60-Fulleren-Moleküls.

Titel DZI 6.2021

Fullerene sind sphärische Moleküle aus Kohlenstoffatomen, die erst seit 1985 künstlich hergestellt werden können und ganz besondere Eigenschaften aufweisen.

In diesem Beitrag wird gezeigt, wie ein Modell ähnlich dem in Bild 1 gezeigten konstruiert und gebaut werden kann. Die Maße sind in mm angegeben. Für das Modell wurden Hölzer mit 40 mm × 80 mm gewählt. Mit dem gezeigten Verfahren lässt sich jedoch problemlos jede andere Holzdimension verwenden.

Autor: Peter Kübler

Den ausführlichen Beitrag lesen Sie in Der Zimmermann 6.2021.