zurück

Der Zimmermann 7-8.2020: Neue Wege mit Modulbau

Der Modulbau ist die Königsklasse der Vorfertigung. Die Zimmerei Stark GmbH aus dem bayerischen Auhausen hat sich entschieden, diesen Weg zu gehen. Damit bleibt sie ihrer Philosophie „Alles aus einer Hand“ treu, möchte Montagetätigkeiten auf der Baustelle verringern und die Qualität sichern. Der Artikel zeigt, worauf es beim Modulbau ankommt.

DZI 7-8.2020 Titelstory Modulbau
Mit der Modulbauweise lassen sich die Möglichkeiten der Vorfertigung nahezu komplett ausschöpfen. Bild: Zimmerei Stark GmbH

90 – das ist die magische Zahl der Modulbauweise. Denn bis zu 90 Prozent kann der Vorfertigungsgrad betragen. Das war einer der Gründe, warum sich die Zimmerei Stark dazu entschied, neben der vorgefertigten Elementbauweise auch Raummodule in Holzbauweise anzubieten. Denn so lässt sich der ganzheitliche Ansatz des Unternehmens „Alles aus einer Hand“, am besten realisieren. Etwa 70 Prozent der Gewerke sitzen inzwischen im eigenen Hause, Fremdgewerke sind kaum noch erforderlich. Auch kommen nach Aussage des Unternehmens die Arbeitsbedingungen den circa 160angestellten Fachkräften entgegen. Montagetätigkeiten mit langen Arbeitszeiten und Abwesenheit von der Familie sind unbeliebt.

Der hohe Vorfertigungsgrad erlaubt geregelte Arbeitszeiten und konstante Arbeitsbedingungen, was sich auf die Qualität positiv auswirkt. Die Modulbauweise reduziert die Bauzeit und damit auch die Bauleitung auf der Baustelle deutlich. Das ist auch für das Baustellenumfeld von Vorteil. Die Endmontage ist kurz, sauber und leise. Schmutz oder Lärm fallen dank des hohen Vorfertigungsgrads kaum an. Das Gebäude ist, je nach Größe, innerhalb weniger Stunden oder Tage bezugsfertig. Zudem ist der Fertigungsprozess jederzeit einsehbar, was die Qualitätssicherung einfacher macht. Die digitale Kette schließt sich vom Entwurf über die Konstruktionsplanung bis zur Fertigung.

Titel DZI 7-8.2020

Da das Holzbauunternehmen bereits viel Erfahrung im vorgefertigten Holzrahmenbau hatte, fing es nicht bei null an. Das Wissen um das hohe Maß an Planungstiefe, das für vorgefertigte Bauweisen unumgänglich ist, war vorhanden und musste nur erweitert werden. Eine weitere Steigerung der Wertschöpfung erreicht man durch den Innenausbau und den Einbau der Einrichtung. So können beispielsweise, falls von den Auftraggebenden gewünscht, Bad und Küche vorab komplett mit eingebaut werden.

Den ausführlichen Beitrag lesen Sie in Der Zimmermann 7-8.2020.

Autorin: Angela Trinkert