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DER ZIMMERMANN 7.2018: Für draußen bauen

Liebe Leserin, lieber Leser, im Sommer dienen Balkon oder Terrasse als erweitertes Wohnzimmer. Doch nicht nur die Menschen sitzen draußen, auch das Holz, das für die jeweilige Konstruktion verarbeitet wurde, liegt im Außenbereich. Dementsprechend muss es geschützt werden.

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Angela Trinkert. Bild: Balsereit

Kompliziert wird es dann, wenn die Schwelle, die innen von außen trennt, barrierefrei ausgeführt werden muss. Die Abdichtung alleine reicht nicht aus, um Wasser vom Innenraum fernzuhalten und gegen Stau- und Druckwasser zu schützen. Die Flachdachrichtlinien stellen klar, dass in diesem Falle technische Sonderlösungen erforderlich sind. Wie diese aussehen können, zeigt der Bericht ab Seite 10 auf. Im nächsten Artikel geht es weiter mit dem konstruktiven Anschluss von Holzbalkonen an Beton. Der Anschluss muss nicht nur die Last des Balkons in den Beton abführen, sondern auch so gebaut sein, dass er nicht als Wärmebrücke funktioniert. Verschiedene Hersteller haben dafür Lösungen entwickelt, die auf Seite 14 vorgestellt werden. Bodenbeläge im Außenbereich werden inzwischen häufig aus WPC-Dielen ausgeführt. Mittlerweile haben einige Produkte bauaufsichtliche Zulassungen, sodass sie auch als tragend eingesetzt werden können, wie wir Ihnen ab Seite 16 auflisten.

Auch vor Feuchte geschützt werden muss der Sockelbereich im Holzrahmenbau, der bekanntermaßen ein empfindliches Detail ist, weil er der feuchten Erde gefährlich nahe kommt.

Wie die Details an der Schnittstelle zwischen Beton und Holz gelöst werden können, zeigt der erste Teil der neuen Serie „Holzrahmenbau“ im Fachtraining.

Die Serie, die das Expertenteam des Ingenieurbüros Holger Meyer aus Rotenburg (Wümme) verfasst, wird sich in insgesamt sechs Teilen mit technischen Fragestellungen des Holzrahmenbaus beschäftigen. Parallel dazu können Sie in der Rubrik „Betrieb“ nachlesen, welche betriebswirtschaftlichen Aspekte zu beachten sind, wenn ein Holzbauunternehmen sich auf den Holzrahmenbau konzentrieren möchte. Der erste Teil erläutert, was bei der Kalkulation zu berücksichtigen ist.

Ein Zimmereiinhaber, der mit dem Gedanken spielt, sich verstärkt im Holzrahmenbau zu engagieren, sollte sich vorab gründlich damit auseinandersetzen, ob er die Anforderungen erfüllen kann. Das Ingenieurbüro Holger Meyer und DER ZIMMERMANN möchte ihm mit beiden Serien, die technische im Fachtraining, als auch die betriebswirtschaftliche, Entscheidungshilfen dafür an die Hand geben. Denn das Unternehmen sollte vorab wissen, worauf es sich einlässt.

Ich wünsche Ihnen eine nützliche Lektüre und einen schönen Sommer.

Ihre

Angela Trinkert

PS: Die Einreichungsphase für den Sanierungspreis ist verlängert worden. Noch bis zum 31.7. können Sie spannende Sanierungsprojekte einreichen und vielleicht ein attraktives Marketingpaket gewinnen. Mehr dazu unter www.sanierungspreis.de