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Der Zimmermann 7.2019: Flachdach – neue Systeme und alte Fragen

Gerade ist mal wieder Hochkonjunktur bei den Flachdächern. Der Zeitgeist hat die „Kubus-Architektur“ für viele Baufamilien und Investoren belebt. Bereits in den 1970er-Jahren gab es eine breite Fangemeinde. Für die Bautechnik stellen sich die alten Fragen: sichere Wasserableitung, dauerhafte Abdichtung, kein Tauwasser in der Konstruktion.

Titelstory Der Zimmermann 7.2019 Flachdach
Flachdächer sicher und dauerhaft ausführen. Diese Forderung stellen alle Beteiligten, egal ob sie investieren, planen oder ausführen. Wie dieses Ziel zu erreichen ist, darüber gibt es sehr unterschiedliche Auffassungen. Bild: Der Zimmermann

Geben moderne Produkte wie feuchteadaptive Dampfbremsen die notwendigen Sicherheiten? Welcher Konstruktionsaufbau verspricht ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis? Das Flachdach löst bei vielen Bauschaffenden Unsicherheit aus. In diesem Fachtraining soll über die verschiedenen Funktionsebenen aufgeklärt werden.

Haben Luftschichten in alten Flachdächern das Maß der Sicherheit erhöht?

Von Luftschichten erwartet man, dass eingedrungene Feuchte abgeführt wird. Kann dies auch horizontal wie beim Flachdach funktionieren? Vor der Betrachtung moderner Konstruktionen zunächst ein Blick zurück. Möglicherweise lässt sich daraus etwas lernen.

Schaut man in alte Flachdachkonstruktionen (Bild 2), die mit Balkenlagen oder Bindern konstruiert wurden, so sind dort jeweils Luftschichten vorhanden. Die Balkenlage ist nach Statik dimensioniert, üblich waren Höhen von 20 cm bis 24 cm. Dazwischen wurde nur wenig Dämmung eingebaut, die Resthöhe der Balken bildete eine Luftschicht, die es quasi kostenlos dazu gab.

Titel DZI 7.2019

Fraglich ist bei diesem Konstruktionsprinzip, ob gerade diese Luftschichten zu einem Sicherheitsplus geführt haben. Wie viel Feuchte konnte durch Luftaustausch in diesen Schichten abgeführt werden? Ein Blick zu den Dachrändern offenbart oft Erstaunliches. Wenn dort keine Zu- und Abluftöffnungen zu entdecken sind, kann der Luftaustausch nur äußerst begrenzt sein. Zum Teil finden sich Lüftungsspalte auf der Unterseite, allerdings mit geringen Breiten. Kann dies für eine notwendige Belüftung ausreichen? Nach heutigen Regeln und Empfehlungen wären beträchtliche Öffnungsquerschnitte erforderlich, die sich gegenüber liegen sollen – Zu- und Abluft – „sich sehende Öffnungen“. Derartige Öffnungen gibt es bei alten Konstruktionen nicht.

Den ausführlichen Beitrag lesen Sie in Der Zimmermann 7.2019

Autor: Holger Meyer