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Der Zimmermann 8.2018: Balkenbehauen - eine traditionelle Kunst

Beim Balkenbehauen handelt es sich um eine historische Art, Bauholz herzustellen. Heutzutage wird es vor allem noch in der Restaurierung angewandt. Dennoch soll diese traditionelle Bearbeitungstechnik auch für die Allgemeinheit bewahrt werden. Der Artikel zeigt, wie es geht.

Titelstory Balkenbehauen DZI 8.2017
Im historischen Holzbau war es üblich, Holzstämme mit Axt und Beil parallel zur Faser zu behauen. Bild: Paul Hutz

Nicht von ungefähr symbolisieren, neben Zirkel und Schrotsäge, Breitbeil und Axt das Handwerk der Zimmerer auf ihrem Zunftzeichen. Im historischen Holzbau war es üblich, Holzstämme mit Axt und Beil parallel zur Faser zu behauen.

Diese Bearbeitungstechnik brachte den Vorteil mit sich, dass die Holzfasern nicht verletzt wurden und die natürliche Resistenz des Holzes bewahrt wurde. Heutzutage wird diese Technik vor allem von Restauratoren angewandt, um die Werkzeugspur auf neuen Hölzern denen des Bestands anzupassen.

In früheren Zeiten versuchte man, aus einem Baumstamm möglichst nur einen Balken herauszuarbeiten. Der Baum wurde dafür im Wald ausgesucht. Entsprechend war der Stammradius ein Kriterium bei der Suche nach dem richtigen Baum im Wald.

Aber es wurden durchaus auch dickere Stämme mit der Schottsäge auf Hochböcken der Länge nach aufgesägt oder dem Wuchs nach mit Keilen aufgespalten, um dünnere Balken zu gewinnen. Die nicht geschnittenen Seiten wurden dann wiederum gebeilt, um den verbliebenen Rundungen des Stamms eckige Formen zu geben.

Titel DZI 8.2018

Neben dem Radius achteten die Zimmerleute bei der Baumauswahl aber auch darauf, dass der Stamm möglichst gerade gewachsen und möglichst astfrei war. Wenn er drehwüchsig war, dann sollte der Drehwuchs dem Daumen der rechten Hand folgen.

Denn das rechtsdrehende Holz, das im Wachstum der Sonne gefolgt ist, lässt sich relativ geradflächig spalten. Extrem krumm gewachsene Hölzer können der natürlichen Krümmung folgend behauen und an passender Stelle verbaut werden.

Den ausführlichen Beitrag lesen Sie in Der Zimmermann 8.2018.

Autor: Paul Hutz