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Der Zimmermann 8.2019: Die Konjunktur brummt

Liebe Leserin, lieber Leser, ob der aktuelle Lagebericht von Holzbau Deutschland (HB) (siehe Seite 6) oder der letzte monatliche Konjunkturbericht des Deutschen Baugewerbes (ZDB): Die Daten zeigen, dass es der Bauwirtschaft sehr gut geht und dass der Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum deutlich gestiegen ist. Laut Statistischem Bundesamt stieg der Umsatz der Betriebe im Zimmerer- und Holzbaugewerbe 2018 um 6,7 Prozent gegenüber 2017.

Angela Trinkert
Angela Trinkert. Bild: Balsereit

Die Prognose für 2019 sagt ein weiteres Wachstum von 4 Prozent voraus. Dabei hatte 2018 der Bestandsbau mit 48 Prozent laut dem Lagebericht 2019 immer noch den größten Anteil am Umsatzkuchen. Der Neubau musste allerdings bereits einen leichten Rückgang verzeichnen. Das ist kein Wunder. Immer noch zieht es die Menschen in die Städte; dort sind Grundstücke knapp und teuer, und das wird sicherlich in den nächsten Jahren nicht besser werden. Deshalb setzen die Unternehmen weiterhin eher auf den Bestandsbau, fragt man sie nach der künftigen Ausrichtung der Bautätigkeit.

Nach wie vor gestaltet sich die Suche nach geeigneten Facharbeitern und Facharbeiterinnen schwierig. Laut ZDB kann aber der ganz überwiegende Teil der Unternehmen den Beschäftigtenstand halten. Das ist erfreulich, zeigt es doch, dass die oft familiäre Atmosphäre der Bauunternehmen den Beschäftigten wenig Anlass um Wechsel gibt.

Ganz im Gegenteil: Eine familiäre Atmosphäre verstärkt das „Wir-Gefühl“ und die Loyalität gegenüber dem Unternehmen. Mit diesem Trumpf gilt es zu punkten. Wie der Lagebericht 2019 von HB zeigt, steigen die Azubizahlen im Zimmerhandwerk. Weil sich die Suche nach geeigneten Kräften schwierig gestaltet, setzen die Betriebe wieder vermehrt auf die Ausbildung. Aber es gilt auch, die Azubis nach der Ausbildung zu halten. Und dazu kann eine familiäre und wertschätzende Atmosphäre im Unternehmen sicherlich beitragen.

Ihre

Angela Trinkert
Management Programm
a.trinkert@bruderverlag.de