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Holzhybrid: Cradle im Düsseldorfer Medienhafen

Ab 2019 entsteht im Düsseldorfer Medienhafen ein Bürogebäude in Holzhybridbauweise mit rund 7.200 m2 – das erste dieser Art in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt. The Cradle ist ein Recycling-Bürogebäude mit rückbaubarer Holzfassade.

The Cradle
Foto: Interboden Gruppe/HPP/bloomimages

„Der Name ‚The Cradle‘ kommt nicht von ungefähr“, so Vanja Schneider, Geschäftsführer der Interboden Innovative Gewerbewelten GmbH & Co. KG. „Die Immobilie wird in Anlehnung an das „Cradle to Cradle“-Prinzip (dt. von der Wiege bis zur Wiege) entwickelt. Dabei können einzelne Bauelemente nach Gebrauch wiederverwertet werden. Durch diese Art des ressourcensparenden Bauens werden Produktionsprozesse optimiert, das Anfallen von nicht recycelbaren Materialien wird minimiert, der CO2-Ausstoß reduziert. Wir sind davon überzeugt, dass dieses Zukunftsprinzip ein Vorbild für viele weitere Projekte sein wird“, so Schneider weiter. Zukunftsweisend ist bei ‚The Cradle‘ nicht allein die klimafreundliche Bauweise, für die das Architekturbüro HPP eine spektakuläre Form gefunden hat. „Mit der Fertigstellung des Hafen-Highlights rechnen wir bis zum Jahr 2021. Das Solitärgebäude mit rund 5.200 Quadratmetern Nutzfläche sowie 600 Quadratmetern Fläche für gastronomische Nutzungen in direkter Wasserlage wird den Hafen bereichern.“

The Cradle
Foto: Interboden Gruppe/HPP/bloomimages

„The Cradle ist ein einzigartiges Gebäude, das aus den Parametern des Ortes entwickelt wurde. Es berücksichtigt die besondere Lage am Wasser, die Himmelsrichtungen und die Nachbarbebauung. Weniger Design getrieben, mehr konzeptionell etabliert es dadurch eine neue Architektursprache“, so Gerhard G. Feldmeyer, Geschäftsführender Gesellschafter bei HPP Architekten. Durch den „Cradle-to-Cradle“-Ansatz wird das Bürogebäude durchweg ökologisch. Für The Cradle werden Baumaterialien verwendet, die nach Gebrauch wieder der Kreislaufwirtschaft zugeführt werden können. Dadurch wird zum einen das Abfallaufkommen und zum anderen der CO2-Ausstoß deutlich reduziert. Dieses innovative Bauprojekt wurde deshalb bereits vor Baubeginn mehrfach prämiert: „Die Idee erregt auch international Aufsehen, nicht von ungefähr erhielt das Projekt den MIPIM Future Project Award 2018. The Cradle wird ein außergewöhnliches Bürohaus: wirtschaftlich, ökologisch, sozial und dabei ein echtes Stück Architektur“, so Feldmeyer weiter.


 
Sicher ist zum jetzigen Planungsstand, dass folgende klimafreundliche Maßnahmen umgesetzt werden:

- Verwendung von Holz als idealer Rohstoff für das Cradle-to-Cradle-Prinzio

- Ausschluss von giftigen Stoffen

- Einsatz von Luftfiltern zur Verbesserung der Luftqualität im Inneren des Gebäudes

- Verzicht auf außenliegenden Sonnenschutz durch innenliegende Fassade

- Berücksichtigung von erneuerbaren Energien (wie Photovoltaik auf dem Dach)

- Bewirtschaftung eines Mobilitätshubs, bei dem das Angebot an Car- und Bikesharing der Öffentlichkeit zur Verfügung steht.
 
Begleitet wird der Entstehungsprozess durch die Organisation Epea im Rahmen eines Monitorings.


Das Gebäude wurde mit dem MIPIM/The Architectural Review Future Project Award 2018 und dem Iconic Award Innovative Architecture 2018 ausgezeichnet.