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Vollholzelemente: Hof wächst zum Dorf

Innerhalb von sieben Monaten entstanden mit Vollholzelemente neue, ineinander verschachtelt wirkende Chalets, die oberhalb der eigentlichen Ortschaft fast schon ein kleines, eigenes Dorf bilden.

Charlet Pustertal
Foto: Michele Cattaneo/Blaslahof

Das breite und sonnige Gsiesertal im Südtiroler Pustertal hat sich seine Natürlichkeit und seinen bäuerlichen Charakter erhalten. Das kommt beim Blasla Hof von Iris und Martin Steger bestens zum Ausdruck. Für ihre Hof-Erweiterung setzten sie auf Tradition und Ursprünglichkeit sowie auf die Vollholzelemente von holzius.

„Von Beginn an war für uns klar, dass wir die Erweiterung unseres Hofes in reiner Holzbauweise durchführen möchten. Schließlich hatten wir das beste Material dafür sozusagen direkt vor der Haustür“, erzählt Iris Steger, die gemeinsam mit ihrem Mann Martin den Blasla Hof im Südtiroler Gsiesertal betreibt und Ferienunterkünfte vermietet. Den beiden Hofbesitzern und Ferienwohnungsbetreibern war eine gesunde Bauweise mit einer Baukonstruktion ganz ohne Leim und Metall wichtig. Iris Steger: „holzius kannten wir aus Zeitungsberichen und wir haben dann auch einen Vortrag von ihnen besucht. Dabei überzeugte uns ganz stark ihre leimfreie Konstruktion der Vollholzelemente.“ Das spezielle holzius Holzbausystem besteht aus mehreren Lagen, wobei eine Gratleiste mit Kanten in Schwalbenschwanzform den Kern der patentierten Bauart bildet. Dadurch ist leim- und metallfreies Bauen in garantierter Formstabilität und dauerhafter Luftdichtheit möglich, ohne dass zusätzliche Folien benötigt werden.

Charlet Pustertal
Foto: Michele Cattaneo/Blaslahof

Außenseite aus Lärche, Wände aus Fichte

Während die kompletten Außenseiten in Lärche gehalten sind, wurden im Innenbereich die Wände (bestehend aus holzius Vollholzelementen mit Wandstärken von 120 mm) nicht verkleidet und das eingesetzte Fichtenholz unbehandelt auf Sicht belassen. Unebenheiten, Farbabweichungen oder kleinere „Fehler“ wie herausgebrochene Äste waren sogar erwünscht. „Das macht das Ganze authentisch und echt“, wie Iris Steger meint. Diese natürliche Optik schafft es gemeinsam mit dem angenehm-vertrauten Holzgeruch, das Ambiente des Waldes sowohl in der Almsuite, in den Appartments in der alten Scheune als auch im Almchalet richtiggehend spürbar zu machen. Zugleich verleiht das Fichtenholz dem Haus ausgezeichnete klimatische Bedingungen: im Sommer angenehm kühl und im Winter ein warmes wohliges „Stubenklima“, das lange anhält. Insgesammt kamen 218 m3 120 Vollholz-Wandelemente und 27 m3 holzius 140 Vollholz-Dachelemente zum Einsatz.

Charlet Pustertal
Foto: Michele Cattaneo/Blaslahof

Inneneinrichtung aus Vollholzmöbeln

Aber auch die Inneneinrichtung besteht nur aus Vollholzmöbeln – teilweise in Lärche, teilweise in Zirbe. „Wir haben in den neuen Chalets alles aus Massivholz und keine Spanplattenküchen“, erklärt Hofbesitzerin Steger, womit sich die einzelnen Räumlichkeiten bodenständig, geradlinig, nahezu schlicht und trotzdem sehr edel präsentieren. Besonders heimelig beurteilen die Gäste auch den Eingangsbereich, denn statt einer Rezeption findet sich der Stubentisch der Gastgeberfamilie zum raschen und gemütlichen Dazusetzen.

Charlet Pustertal
Foto: Michele Cattaneo/Blaslahof
Zahlen und Fakten

  • Ausführungszeitraum komplett: vom Planungsbeginn bis zur Fertigstellung rund vier Jahre
  • Fertigstellung : 06/2019
  • Bauherr: Iris & Martin Steger
  • Architekt: Martin Gruber mit Armin Strickner
  • Vollholzelemente: holzius
  • Nettowohnfläche in den Holzhäusern: 600 m²
  • Leim- und metallfreie Vollholz-Elemente von holzius: Gesamt 245 m3, davon
    • 218 m3 holzius 120 Vollholz-Wandelemente
    • 27 m3 holzius 140 Vollholz-Dachelemente