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Holzbaupreis Rheinland-Pfalz: Holz ist der Nachhaltigkeits-Baustoff Nummer 1

„Es ist spannend zu sehen, welche kreativen Lösungsansätze die prämierten Gebäude und deren Planer bieten“, betonte Umwelt- und Forstministerin Ulrike Höfken bei der Verleihung des Holzbaupreis Rheinland-Pfalz 2018.

Holzbaupreis Rheinland-Pfalz 2018
Es wurden vier gleichrangige Preise vergeben: Einer davon ging an die Swillus Architekten aus Berlin/Werder an der Havel (Joachim Swillus, rechts) in Zusammenarbeit mit pg-1 achitekten (Michael Burghaus, Mitte), die für die Landesgartenschau 2015 die barrierefreie Sporthalle am Ebenberg in Landau realisierten. Foto: Kristina Schäfer, Mainz

Im Zentrum für Baukultur in Mainz überreichte sie vier gleichrangige Preise sowie vier Anerkennungen. Zusätzlich wurde eine lobende Erwähnung ausgesprochen. Funktion, (Bau-) Technik, Ästhetik und Klimaschutz, unter diesen Schlagworten lassen sich die Auswahlkriterien für den jetzt zum achten Mal verliehenen rheinland-pfälzischen Holzbaupreis zusammenfassen, mit dem herausragende, realisierte Bauten ausgezeichnet werden, die überwiegend aus Holz und Holzwerkstoffen bestehen.

„Bauen mit Holz ist auf dem Vormarsch und Nachhaltigkeitsbaustoff Nummer eins. Das spiegelt sich nicht nur in der mit 58 Projekten erfreulich hohen Summe eingereichter Projekte wider, sondern auch in den mittlerweile sehr unterschiedlichen Bauaufgaben, bei denen Holz zum Einsatz kommt. Damit geht nicht nur von den Preisträgern, sondern von allen Beiträgen ein positives Signal aus. Das gilt insbesondere für die Vielzahl hoch energieeffizienter Bauten mit herausragender Klimabilanz“, lobte die Ministerin.

Die Preisträger

Sporthalle am Ebenberg, Landau: Swillus Architekten, Berlin/Werder an der Havel, für die Landesgartenschaugesellschaft Landau

Gewerbegebäude des Textilunternehmens Arenz, Dernbach: Neubauer Architekten und Ingenieure, Emmelshausen, für die Firma Arenz, Textilhandelsgesellschaft, Dernbach (Kreis Neuwied)

Quartiersgarage in Ludwigshafen-Rheingönheim: freier Architekt Boris Milla, Dannstadt-Schauernheim, für Nadja und Christian Seelmann, Ludwigshafen-Rheingönheim

Temporäre Schule Mobischool in Trier: werk.um Architekten, Darmstadt, für die Stadt Trier/Gebäudemanagemen



Anerkennungen gingen an


Kellereizentrum Richard Wagner, Alzey: GHBA Industrieplaner Architekten, Mainz, für die Richard Wagner Kellereibedarf Gmbh & Co KG, Alzey

Flüchtlingsunterkunft am Flughafen Hahn:
Holger Kappler Architekt, Gackenbach, für das Land Rheinland-Pfalz

Kleines Haus, Kaiserslautern-Hohenecken: Architekturstudio Scheder, Kassel, für Robert Kasigkeit, Brisban

Kirchenpavillon „Himmelgrün“ auf der Landesgartenschau 2015 in Landau:
Bayer & Uhrig Architekten, Kaiserslautern, für die Evangelische Kirche der Pfalz und Bistum Speyer



Lobende Erwähnung des Vorstandes des Landesbeirates Holz


Backshops „Brotzeit“ an sechs Standorten: Jarcke Architekten, Mannheim, für PFG GmbH Ludwigshafen (Bäckereikette Görtz)

Dies bestätigte auch die Vizepräsidentin der Architektenkammer Rheinland-Pfalz Edda Kurz: „Insbesondere das breite Spektrum an Gebäudenutzungen vom individuellen suffizienten Wohnhaus über modularen Geschosswohnungsbau, Büro und Gewerbebau bis hin zu Sondernutzungen wie Schule, Sporthalle oder die auch städtebaulich beeindruckende Quartiersgarage beweisen die Vielseitigkeit des Baustoffes, der längst nicht mehr dem Einfamilienhausbau vorbehalten ist. Dabei zeigen die Beiträge eine Konstruktions- und Experimentierfreude, mit der der Baustoff immer wieder anders interpretiert wird.“

Die Vorzüge von Holz überzeugen eine zunehmend größere Zahl von Bauherren.

Der Vorsitzende des Landesbeirats Holz Rheinland- Pfalz, Dr. Gerd Loskant, brachte seine Freude über die Vielzahl gelungener Architekturbeiträge in Holz zum Ausdruck: „Die Vorzüge von Holz überzeugen eine zunehmend größere Zahl von Bauherren. Das rheinland-pfälzische Handwerk weiß mit guter Ausführungsqualität darauf eine Antwort zu geben, und offensichtlich eignet sich der Baustoff für alle Formen der Nutzung, vom schlichten Wohnhaus auf der grünen Wiese über das funktionale Gewerbegebäude bis zum phantasievollen Kunstwerk. Holz ist der Baustoff mit Zukunft."

In der Wertschöpfungskette Holz sind in Rheinland-Pfalz rund 51.000 Beschäftigte in 7.300 Betrieben insbesondere in den ländlichen Regionen tätig. Dabei wird ein Jahresumsatz von zirka zehn Milliarden Euro erwirtschaftet. Ein wesentlicher Baustein für diesen Boom ist die vom Land betriebene naturnahe, nachhaltige Waldwirtschaft.
Die Kohlenstoffspeicherung im Wald setzt sich in dauerhaften Holzgebäuden fort. Da mit Holz zugleich andere Baustoffe ersetzt werden können, die bei ihrer Herstellung zu Kohlendioxid-Emissionen führen, vervielfältigt sich der Beitrag für den Klimaschutz. Moderne Technik sorgt zudem für wettbewerbsfähige Preise.