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Holzbau Ba-Wü: Richtlinie HolzbauBW wird erarbeitet

Das Land Baden-Württemberg hat ein Forschungsprojekt zur Standardisierung der Holzverwendung auch in großen, mehrgeschossigen Bauten gestartet. „Ziel des Landes ist es, die Verwendung von Holz am Bau weiter voranzutreiben und die Stellung Baden-Württembergs als Holzbauland Nummer eins weiter auszubauen. Unser bundesweit einmaliges Forschungsprojekt liefert hierzu einen wichtigen Beitrag“, teilte der Minister für ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk mit.

Holzbau Baden-Würrtember Förderung
Übergabe der Förderung von EU und Land von Minister Peter Hauk MdL ( rechts vom Plakat) an Prof. Ludger Dederich (links vom Plakat), Hochschule Rottenburg

„Die Landesbauordnung bietet bereits heute Chancen, die jedoch noch nicht in der Praxis ankommen“, erklärte Hauk weiter. Fakt sei, dass die Bauordnung des Landes mit Blick auf den Brandschutz häufig teure Einzelfallprüfungen erfordere, was die Verwendung von Holz bei mehrgeschossigen Bauten benachteilige. Ziel der Landesregierung sei es, diese technischen und formalen Hemmnisse abzubauen. „Unser Ziel ist es, Holz auch im Mehrgeschossbau zu einem gleichberechtigten und selbstverständlichen Baustoff zu entwickeln. Das dient den Klimaschutzzielen des Landes und stärkt die Wertschöpfung im ländlichen Raum“, betonte Hauk.

Aufgabe des Projekts sei es, eine Sammlung von bewährten Holzkonstruktionen in der neu zu schaffenden „Richtlinie HolzbauBW“ zusammenzuführen und damit eine zuverlässige Grundlage für Bauherren und Planer zu schaffen. Aufwändige Einzelfallprüfungen könnten so vermieden werden. „Die Richtlinie soll die Planung großer Holzbauvorhaben vereinfachen und dadurch wirtschaftlicher gestalten. Im Koalitionsvertrag haben wir vereinbart, die Landesbauordnung zu novellieren und die Verwendung von klimaschonenden und nachhaltigen Baustoffen weiter zu fördern. Die Ergebnisse des Projekts werden in unsere Überlegungen hierzu einfließen“, erklärte der Minister. Das Projekt sei auf eineinhalb Jahre angelegt. Die Federführung für das Projekt liege bei der Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg. Weitere Experten, unter anderem der TU München und der Hochschule Magdeburg-Stendal, seien eingebunden.