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Holzbau Deutschland: Tegernseer Gebräuche sind überholt

Holzbau Deutschland spricht sich dafür aus, dass die „Gebräuche für den Handel mit Holz und Holzprodukten in Deutschland (‘Tegernseer Gebräuche‘)“ für das Zimmerer- und Holzbaugewerbe nicht mehr als Handelsbrauch im Sinne des § 346 HGB anerkannt werden.

Fachversammlung Holzbau Deutschland
Foto: Holzbau Deutschland

Die Fachversammlung war sich einig, dass sich der Einsatz von Holz- und Holzwerkstoffen im Bauwesen entscheidend weiterentwickelt hat und daher die Tegernseer Gebräuche nicht mehr der heutigen Praxis im Zimmerer- und Holzbaugewerbe entsprechen. Diese Weiterentwicklung betrifft sowohl die allgemein verbindlichen Regelwerke (insbesondere Normen) als auch die flächendeckende Verwendung von allgemeinen Geschäftsbedingungen. Im heutigen Holzbau werden nur geregelte Bauprodukte von den Betrieben des Zimmerer- und Holzbaugewerbes bestellt und verarbeitet bzw. verbaut, deren qualitative Anforderungen entsprechend definiert sind. Da die Tegernseer Gebräuche vom Zimmerer- und Holzbaugewerbe in Gänze abgelehnt werden, beteiligte sich Holzbau Deutschland auch nicht an dem fortgeschriebenen Entwurf der Neufeststellung - Seite 2 von 3- 2020 für die „Gebräuche für den Handel mit Holz- und Holzprodukten in Deutschland“ vom 19. März 2020, der zur öffentlichen Konsultation verbreitet worden war.