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Julia Klöckner: "Bauen mit Holz ist die Zukunft!"

"Alle heute prämierten Bauprojekte zeigen: Bauen mit Holz ist angewandter Klimaschutz! Bauen mit Holz ist die Zukunft! Und genau das müssen wir stärker kommunizieren!", so Bundesministerin Julia Klöckner bei der Preisverleihung des Bundeswettbewerbs "HolzbauPlus" auf der Grünen Woche.

HolzbauPlus
Bundesministerin Julia Klöckner mit den Gewinnern des Wettbewerbs auf der GRünen Woche in Berlin. Bild: BMEL

Innovatives Bauen mit Holz und anderen nachwachsenden Rohstoffen – dafür stehen die Gewinner des Bundeswettbewerbs. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft hat mit dem Bundeswettbewerb "HolzbauPlus" beispielhafte Gebäude gewürdigen, die die Vorzüge des Holzbaus mit dem Einsatz weiterer Naturbaustoffe in Konstruktion, Dämmung und Ausbau sowie intelligenten Wärmekonzepten mit erneuerbaren Energien kombinieren.

Bereits zum vierten Mal hat das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) den HolzbauPlus-Wettbewerb ausgelobt. Ziel ist es, zu einer breiteren Akzeptanz für das Bauen mit nachwachsenden Rohstoffen beizutragen. Als Vorbilder für Planer und Bauherren könnten die prämierten Projekte Impulse geben, sagte Klöckner.

Die Resonanz auf den Wettbewerb spiegelt diese Entwicklung wider. Insgesamt 137 Projekte wurden eingereicht. Aus den Einreichungen wählte eine vom BMEL berufene unabhängige Wettbewerbsjury unter dem Vorsitz des Architekten Frank Lattke die Preisträger aus. Sie erhalten ein Preisgeld von insgesamt 50.000€.

Die Gewinnerobjekte auf HolzbauPlus .

Rede der Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft Julia Klöckner

Ich freue mich, heute hier zu sein und bedeutende Projekte im Holzbau zu prämieren. Bauen mit Holz ist ein Zukunftsthema. Viele architektonische Leuchtturmprojekte sprechen für sich. Auch im Herzen von Berlin gibt es wegweisende Bauprojekte in Holz- oder Holzhybridbauweise: Ob in Adlershof, im Wedding oder das geplante Büroensemble am Bahnhof Südkreuz.


Die Gründe für die Renaissance des traditionellen Baustoffes Holz liegen auf der Hand: Holz ist gleichzeitig relativ leicht und sehr tragfähig. Die Möglichkeit, viele Bauteile vorzuproduzieren, führt zu kurzen Bauzeiten, was gerade in Zeiten akuten Wohnungsmangels von großer Bedeutung ist. Und gleichzeitig sorgt der Holzbau für eine spannende Ästhetik und neue Kreativität - im Städtebau wie in ländlichen Regionen. Und jeder, der in einem Gebäude aus Holz lebt oder arbeitet, weiß die besondere Atmosphäre und Behaglichkeit zu schätzen.


Mit unserem Bundeswettbewerb „HolzbauPlus“, den wir bereits zum vierten Mal ausgelobt haben, wollen wir deshalb die zahlreichen Verwendungsmöglichkeiten der nachwachsenden Rohstoffe im Bausektor sichtbar machen und zu deren Verwendung anregen. Das hat gute Gründe:
o Holz ist Deutschlands bedeutendster nachwachsender Rohstoff.
o Holzverwendung aus nachhaltiger Forstwirtschaft schützt das Klima und schont endliche Ressourcen.
o Forst- und Holzwirtschaft sichern Arbeitsplätze und Einkommen gerade auch im ländlichen Raum.


Umso mehr freue ich mich über die Resonanz auf unseren Wettbewerb: Zahlreiche Bauherren und Architekten haben ihre Ideen und Projekte vorgestellt und insgesamt 137 Gebäude eingereicht. Dabei hat sich gezeigt, dass „HolzbauPlus“ weit mehr ist als ein reiner Holzbau-Wettbewerb.
„HolzbauPlus“ steht vielmehr für einen ganzheitlichen, ressourcen- und klimaschonenden Ansatz beim Bauen – ganz im Sinne unserer Charta für Holz. Die mit dem Wettbewerb zur Prämierung vorgeschlagenen Projekte besitzen durchweg Beispielcharakter. Sie können zu einer breiteren Akzeptanz für das Bauen mit Holz und nachwachsenden Rohstoffen beitragen.
In Deutschland ist der Bausektor einer der rohstoffintensivsten Wirtschaftsbereiche. 90 Prozent aller verwendeten mineralischen Rohstoffe werden zur Herstellung von Baustoffen und -produkten eingesetzt.
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Damit hat der Bausektor einen bedeutenden Anteil am Endenergiebedarf und die durch ihn entstehenden CO2Emissionen. Wurden zu Beginn der 1990er-Jahre noch lediglich sechs Prozent der Ein- und Zweifamilienhäuser in Holzbauweise errichtet, so hat sich ihr Anteil in den vergangenen 25 Jahren auf rund 18 Prozent verdreifacht.


Mehr Holz im Bausektor hat daher klimapolitisch großes Potenzial: Laut einer Studie (THG-Holzbau, April 2017) entstehen 35 bis 56 Prozent weniger Treibhausgas-Emissionen, wenn ein Einfamilienhaus aus Holz statt aus mineralischen Rohstoffen gebaut wird. Bei einem Mehrfamilienhaus lassen sich bis zu 48 Prozent Treibhausgas- Emissionen einsparen.
Aus diesem Grund nimmt in unserer Charta für Holz 2.0 das Handlungsfeld „Bauen mit Holz in Stadt und Land“ einen besonderen Stellenwert ein.


Alle heute prämierten Bauprojekte zeigen:
o Bauen mit Holz ist angewandter Klimaschutz!
o Bauen mit Holz ist die Zukunft!


Und genau das müssen wir stärker kommunizieren! Danke allen Wettbewerbsteilnehmern für ihr großartiges Engagement beim Bauen mit nachwachsenden Rohstoffen. Ich bin mir sicher, dass Ihre Projekte als Vorbild für Planer und Bauherren von sich reden machen und Impulse geben werden. Klima schützen. Werte schaffen. Ressourcen effizient nutzen. Der Einsatz lohnt sich. Vielen Dank!