Eine größere Menge Frauen sitzt auf Bänken, schaut nach vorne und applaudiert.
Netzwerken mit Spaß: Die rund 50 Teilnehmerinnen des SummerMeetUps waren mit Spaß bei der Sache und lernten in verschiedenen Workshops sowie Vorträgen, wie sie sich und ihren Betrieb weiter voranbringen können. (Quelle: Marina Candel)

zunftschwestern

28. September 2022 | Teilen auf:

Mit Spaß und Eigenlob zum Erfolg

Premiere gelungen: Am 16. September fand erstmals das SummerMeetUp der zunftschwestern statt. In stylischer Location kamen rund 50 Frauen aus dem Bauhandwerk zusammen, um sich in Workshops und Vorträgen darüber zu informieren, wie sie sich und ihren Betrieb weiterbringen können. Im Fokus der Veranstaltung stand das Netzwerken bei großartigem Essen und leckeren Getränken.

Was haben Toilettenräume und Mittagessen gemeinsam? Auf den ersten Blick erstmal gar nichts. Doch weit gefehlt: Bietet beides doch perfekte Gelegenheiten zum Netzwerken. Wie das vonstattengehen kann und was für ein erfolgreiches Netzwerken sonst noch nötig ist, das erläuterte Linda Wiese, Projektleitern der zunftschwestern, zu Beginn der Veranstaltung. Ihr Vortrag war Startschuss für das erste SummermeetUp-Event der zunftschwestern, das Mitte September in den stylischen DesignOffices in Köln stattfand. Hier trafen sich über 50 starke Frauen aus den verschiedensten Bauberufen, die sich mit Gleichgesinnten vernetzen und gleichzeitig in spannenden Workshops und Vorträgen lernen wollten, wie sie sich und ihren Betrieb nach vorne bringen können.

Notwendiges Übel Netzwerken?

Netzwerken ist nicht jedermanns (pardon,  jederfraus) Sache – die eine ist zu schüchtern, die andere fürchtet seichten Smalltalk, die dritte sieht es als reine Zeitverschwendung. Linda Wiese konnte die Teilnehmerinnen in ihrem Vortrag davon überzeugen, dass Netzwerke gut und wichtig sind und darüber hinaus ideale Verknüpfungsmöglichkeiten bieten, um sich auszutauschen und gegenseitig zu unterstützen. In ihrem Vortrag zeigte sie sechs Schlüssel auf, die ein erfolgreiches Netzwerken garantieren. So gilt etwa: Klasse vor Masse – Netzwerke sollten mit Bedacht aufgebaut werden. Auch ist es ratsam, die eigenen Erwartungen und Ziele zu definieren, bevor man beispielsweise eine Veranstaltung besucht.

Etwa 15 Frauen sitzen auf Stühlen und lachen
Die Teilnehmerinnen erfuhren in den Workshops, wie man seine Mitarbeiter*innen zu Influencer*innen macht und wie man Zeitfressern das Handwerk legt. (Quelle: Marina Candel)

Nach der ersten kulinarischen Pause ging es dann in die Workshops. Wie man sein Team zu Corporate Influencer*innen macht und damit nur noch gut bezahlte Aufträge erhält sowie dem Fachkräftemangel vorbeugt, erläuterten Heide Merkel und Cornelia Lässing von der Agentur Besser als Marketing. Corporate Influencer*innen bieten einen Vorteil für kleine Betriebe, wenn sie echt sind, Spaß haben und von ihrem Job begeistert sind. Die Teilnehmerinnen erfuhren, wie diese Influencer*innen aktiviert werden, welchen Typ Mensch man dafür braucht und warum eine gute Unternehmenskultur und Vorbild sein wichtig sind.

Von Hamstern und Fröschen

Raus aus dem Hamsterrad – das wollte Marloes Goeke von der Agentur Beratung unternehmen. Sie zeigte auf, wie man Zeitfressern und Stressmachern das Handwerk legt, um einen guten und erfolgreichen Arbeitstag zu absolvieren. Ihr Credo: Wir müssen nicht noch mehr tun, sondern weniger. Aber das besser. Dafür gab sie den Teilnehmerinnen Werkzeuge an die Hand, wie sie sich und Ihre Arbeit besser strukturieren können. Ein Mittel: Baue dir ein verlässliches und flexibles System mit Zeitblöcken auf, verteile die Blöcke auf die Woche und dann „eat the frog“ – erledige die unangenehmste Aufgabe zuerst.

3 Frauen im Gespräch; vor ihnen steht ein Tisch mit Essen.
Neben den Workshops und Vorträgen kam auch das Netzwerken bei kulinarischen Köstlichkeiten nicht zu kurz. (Quelle: Marina Candel)

Keine falsche Bescheidenheit

Beim anschließenden Glas Sekt und vielen kulinarischen Köstlichkeiten konnten sich die Teilnehmerinnen austauschen und untereinander netzwerken, bevor Asita Rademacher, Businesscoach & Mentorin, in ihrem Keynote-Vortrag die entscheidende Frage stellte: Eigenlob stinkt? Asita stellte zwei Frauen vor, die doch eine Person sind – sie selbst: die zaudernde, zurückhaltende, sich selbst dauernd hinterfragende und die starke, selbstbewusste, erfolgreiche Frau. „Die Geschichte, die Du Dir selbst erzählst, ist die wahre Geschichte“, ermunterte sie die Zuhörerinnen, an sich selbst zu glauben und die eigenen Stärken in den Vordergrund zu stellen, da die eigenen Gedanken Selbstbild und Selbstbewusstsein bestimmen. Es sei auch eine Frage der Erziehung, ob man sich selbst als klein, faul und unordentlich oder als groß, entspannt und kreativ betrachte. „Ihr betreibt täglich Körperhygiene. Genau so solltet Ihr auch täglich Gedankenhygiene betreiben. Eigenlob duftet!“

zuletzt editiert am 08.11.2022