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Neues Europäisches Bauhaus: Holzwirtschaft begrüßt Start der Gründungsphase

Als Teil des Green Deals hat die Europäische Kommissiondie Gestaltungsphase der Initiative „Neues Europäisches Bauhaus“ eingeleitet. Ziel ist es, einen grundlegenden ökologischen, wirtschaftlichen und ästhetischen Wandel des Bauens voranzubringen sowie einen nachhaltigen Architekturstil zu entwickeln. Denny Ohnesorge, Geschäftsführer des Deutschen Holzwirtschafts (DHWR), begrüßt die Initiative außerordentlich.

Neues Europäisches Bauhaus
Neues Europäisches Bauhaus

Das neue Europäische Bauhaus ist ein ökologisches, wirtschaftliches und kulturelles Projekt, mit dem Design, Nachhaltigkeit, Barrierefreiheit und Investitionen kombiniert werden sollen, um einen Beitrag zur Umsetzung des europäischen Grünen Deals zu leisten. Die zentralen Werte des neuen Europäischen Bauhauses sind daher Nachhaltigkeit, Ästhetik und Inklusivität. In der Gestaltungsphase soll in einem partizipativen Prozess das Konzept der Initiative ausgearbeitet werden. Dafür werden Ideen ausgelotet, die dringendsten Erfordernisse und Herausforderungen ermittelt und interessierte Kreise vernetzt. Im Rahmen der Gestaltungsphase wird die Kommission in diesem Frühjahr erstmals den Preis zum neuen Europäischen Bauhaus ausschreiben.

Im Zuge der Gestaltungsphase werden im Herbst dieses Jahres Aufforderungen zur Einreichung von Vorschlägen veröffentlicht, mit denen Ideen für das neue Europäische Bauhaus an mindestens fünf Orten in den EU-Mitgliedstaaten mit EU-Mitteln auf nationaler und regionaler Ebene umgesetzt werden können.

Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen‚ erklärte: „Das Projekt „neues Europäisches Bauhaus“ ist ein Hoffnungsträger. Wir wollen dabei herausfinden, wie wir nach der Pandemie besser zusammenleben können. Es geht darum, Nachhaltigkeit und Ästhetik zu vereinen, um den europäischen Grünen Deal in den Köpfen der Bürgerinnen und Bürger und auch in ihrem Zuhause Realität werden zu lassen. Wir brauchen alle kreativen Köpfe: Designer, Kunstschaffende, Wissenschaftler, Architekten sowie Bürgerinnen und Bürger sollen zusammen das neue Europäische Bauhaus zu einem Erfolg machen.“

Impulse für den Holzbau

„Wir erhoffen uns positive Impulse für eine nachhaltige Bauwende und die stärkere Verwendung von Holz. Es ist klar, dass wir nicht so weiter bauen und produzieren können. Aller grüner Strom daheim bringt nichts, wenn wir unsere Häuser wie bisher vor allem mit CO2-intensiven Ressourcen errichten. Gebäudebau und -unterhalt verursachen knapp 40 Prozent der weltweiten CO₂-Emissionen. Für etwa acht Prozent der globalen Treibhausgasemissionen ist allein die Zementindustrie verantwortlich. Bauen belastet die Umwelt extrem, hier besteht enormes CO2-Einsparpotential.

Gemeinsam neue Antworten darauf zu finden, wie wir in Zukunft bauen wollen und auf welche Weise das Kohlendioxid bindende Material Holz eine tragende Rolle einnehmen kann, ist essentiell für die Umsetzung des europäischen Green Deals und das Erreichen der Klimaziele. Die Deutsche Holzwirtschaft ist bestrebt, einen Beitrag zu der europäischen Bauhaus-Initiative zu leisten.“

Website für Ideen und Austausch

Auf der eigens eingerichteten, heute freigeschalteten Website können Kunstschaffende, Designer, Ingenieure, Wissenschaftler, Unternehmer, Architekten, Studierende und alle Interessierten sich über Beispiele für inspirierende Leistungen für das neue Europäische Bauhaus austauschen und ihre Ideen für dessen Gestaltung und Entwicklung sowie ihre Bedenken und die Herausforderungen, vor denen sie stehen, teilen.

Website zum neuen Europäischen Bauhaus und mit Erläuterungen zum neuen Europäischen Bauhaus