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PSA: Was Unternehmen zur Pflege und Instandhaltung von PSA wissen sollten

Zahlreiche Beschäftigte tragen täglich Berufskleidung, um ihre Arbeit sicher auszuüben. Arbeitgeber sind dabei für deren einwandfreien Zustand verantwortlich. Laut einer Umfrage im Auftrag von CWS zum Thema Arbeitsschutz müssen 63 Prozent der Deutschen ihre Berufskleidung selbst waschen

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PSA. Foto: CWS

Von Experten wird das private Waschen von Schutzkleidung aus Gründen der Sicherheit nicht empfohlen. Für Arbeitgeber, die daran interessiert sind, Mitarbeitern PSA sicher, nachhaltig und hygienisch bereitzustellen, hat Werner Münnich, Lead Category PPE beim Serviceanbieter CWS, einige Tipps zusammengestellt.

Laut § 2 PSA-Benutzungsverordnung (PSA-BV) haftet der Arbeitgeber für die Unversehrtheit seiner Mitarbeiter. Er hat dafür Sorge zu tragen, dass die Schutzkleidung während der gesamten Nutzungsdauer hygienisch und funktional tadellos ist, auch wenn Reparatur- oder Ersatzmaßnahmen anfallen. Gleichzeitig gibt es Vorgaben der jeweiligen Berufsgenossenschaften zur Auswahl der richtigen Arbeits- und Schutzkleidung.

PSA ist ein komplexes Thema. Der Arbeitgeber muss bei der Beschaffung die Norm sowie die rechtlichen Vorgaben kennen. Auch die richtige Pflege und Instandhaltung erfordern Fachwissen. „Unternehmen können ein Großteil dieser Verantwortung abgeben, denn Serviceanbieter, wie CWS, beraten nicht nur über alle Anforderungen und stellen moderne PSA zur Auswahl, sondern waschen und reparieren die Arbeitskleidung für Kunden professionell in eigenen Hightech-Wäschereien“, erklärt PSA-Experte Werner Münnich.

Begrenzte Waschgänge erlaubt

Wäscht der Arbeitnehmer seine Berufskleidung selbst, kann der Arbeitgeber nicht sicherstellen, dass korrekt gewaschen wird. Oft gibt der Hersteller maximale Waschzyklen für ein Kleidungsstück vor, um somit für den Träger sicherzustellen, dass die Arbeitskleidung noch sicher ist und keine Schutzfunktionen verloren gehen. Dies kann Warnschutzkleidung genauso betreffen wie Schweißerschutzkleidung. „Es hat wahrscheinlich niemand eine Strichliste über der Waschmaschine, mit der er die Anzahl der Waschgänge zählt. Aber genau das wäre nötig“, so Werner Münnich.

Auch die Temperatur spielt bei der Wäsche von Schutzkleidung eine wichtige Rolle. Zu hohe Temperaturen können das intelligente, funktionale Gewebe beschädigen und es unwirksam machen. So kann zum Beispiel die Leuchtkraft von Reflektoren verloren gehen.

Diese Risiken bestehen bei der Wäsche durch einen textilen Serviceanbieter wie CWS nicht. Denn in den professionellen Industriewäschereien werden spezialisierte Waschprogramme eingesetzt, die auf die jeweilige Kleidung und deren Verschmutzungsgrad abgestimmt sind. So können ganz präzise Temperaturen eingestellt werden, was in der Hauswäsche nicht möglich ist. Auch die Anzahl der Waschgänge pro Kleidungsteil wird genau erfasst und beim Maximum ausgetauscht.

Einige Schutzfunktionen benötigen eine zusätzliche Pflege wie der Wetterschutz- oder Chemikalienschutz. Um diese aufrecht zu erhalten, imprägnieren Serviceanbieter die Kleidung regelmäßig. Die sogenannte Hydrophobierung muss ebenso bei einer bestimmten Temperatur flächendeckend angewandt werden. „Eine gute Schutzkleidung für seine Mitarbeiter zu beschaffen ist nicht genug. Sie muss auch regelmäßig fachgerecht aufbereitet und kontrolliert werden, damit sie ihren Träger langfristig schützt“, erklärt Textilexperte Münnich.

Reparieren ist nachhaltig

Eine Abnutzung von Arbeitskleidung findet je nach Branche und Einsatzbereich statt. Viele Teile können repariert und danach weiterhin sicher getragen werden. Bei Schutzkleidung gibt es dafür strenge Vorschriften. So muss jeweils mit den Originalmaterialien gearbeitet werden, um beispielsweise Risse zu stopfen. Auch die Anbringung von Logos und Mitarbeiternamen darf nur an gewissen Stellen erfolgen. Am Ursprungszustand der Kleidung darf nichts verändert werden. So muss flammfestes Garn und andere Original-Zutaten genutzt werden. Daher ist das Reparieren und Instandhalten der PSA stets von geschultem Personal vorzunehmen. „Manche Unternehmen entscheiden sich nach einem Riss dafür, die Kleidung weiterzutragen, andere sie zu entsorgen. Dabei gibt es eine sichere und nachhaltige Dienstleistung, mit der sowie der richtigen Pflege PSA länger getragen werden kann“, meint Münnich.