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Sanierungspreis 18: Hubert Nowack gewinnt mit der Hebung eines Schwarzwaldhofes in der Kategorie Holz

Stolz und glücklich nahm Zimmermeister Hubert Nowack die begehrte Trophäe auf der Preisverleihung in den Kölner Balloni-Hallen am 21. Februar 2019 entgegen. Damit belegte zum wiederholten Male ein Restaurator im Zimmererhandwerk den ersten Platz.

Nowack Sanierungspreis
Der stolze Gewinner Hubert Nowack bei der Siegerehrung mit Moderatorin Andrea Grießmann. Bild: Susanne Kurz

Vor etwa 100 Gästen verlieh die Rudolf Müller Mediengruppe mit dem Tochterunternehmen Bruderverlag, Köln, den Sanierungspreis 18 in den Kategorien Holz, Steildach und Metall. Mit dem Sanierungspreis würdigt die Mediengruppe die herausragende fachliche und technische Leistung der mit dem Preis ausgezeichneten Handwerksleute.

In der Kategorie Holz geht der Preis an die Zimmerei Hubert Nowack aus Rottweil für die Anhebung des Obergeschosses eines Schwarzwaldhauses. Aus denkmalpflegerischen Gründen war dies die einzige Möglichkeit,  zeitgemäße Raumhöhen zu schaffen. Das gesamte Dachgeschoß wurde zusammen mit den für den Schwarzwald typischen Ständer-Bohlen-Außenwänden mit speziellen Hebesystemen um 72 cm angehoben. Inhaber Hubert Nowack: „Die ersten fünf Zentimeter waren sehr aufregend. Dann wussten wir, dass es klappt.“ Mit der Sanierung vergrößerte der Betrieb die Raumhöhe im Obergeschoss von 1,80 m auf 2,50 m (siehe auch Der Zimmermann 9.2018). Der Bauherr Jürgen Oehl, selbst Zimmerer, der mit seiner Familie den Hägenlochhof  in der 13. Generation bewohnt, hat lange nach einer Möglichkeit gesucht, die Höhe  Obergeschoss denkmalgerecht zu erweitern. „Der Kontakt zu Hubert Nowack kam auf der Messe Dach+ Holz zustande. Schnell war klar, dass er der richtige Mann für die Hebung ist.“

Eine ausgewählte Fachjury, die sich unter anderem aus dem Vorjahresgewinner der Kategorie Holz Zimmermeister und Restaurator Christian Denz, Zimmermeister Johannes Schmitz, Vorsitzender des Zimmerer- und Holzbau-Verbandes Nordrhein, und Ulrich Wolf, Management Programm der Fachzeitschrift bmH bauen mit Holz, zusammensetzte, entschied sich unter den knapp 20 Bewerbungen schlussendlich für dieses Projekt. „Das Projekt war vom technischen Know-How sehr herausfordernd. Das Obergeschoss musste gleichmäßig angehoben und immer wieder unterfangen werden, damit es nicht zur Seite kippt.“ erläutert Johannes Schmitz die Entscheidung.

Schwarzwaldhof Gebäudehebung
Bei diesem Schwarzwaldhof war die Höhe des Obergeschosses zu gering, um es zu Wohnzwecken zu nutzen. Die Zimmerei Hubert Nowack hob Dach und Wände mit speziellen Hebewerkzeugen an, um zeitgemäße Raumhöhen zu schaffen. Bild: Hubert Nowack

Auch in den weiteren Kategorien wählte die Fachjury würdige Sieger. In der Kategorie Steildach geht der Preis an die Bade Dächer GmbH & Co. KG aus Bad Bevensen für die Sanierung des Palaishauses der Stadthöfe Hamburg. In der Kategorie Metall gewinnt die Engel Spenglerei aus dem bayerischen Fuchstal-Leeder mit der Dachsanierung des Altenwerk Marthashofen.

„Der Sanierungspreis hat sich zu einer der wichtigsten Auszeichnungen für handwerkliche Spitzenleistungen entwickelt“, so Elke Herbst, Leiterin des Geschäftsbereichs Bauen bei Rudolf Müller. „Das freut uns vor allem für unsere Preisträger, die für ihre hervorragenden Arbeiten die verdiente Anerkennung erhalten. Wir werden den Sanierungspreis daher um die beiden Kategorien “Ausbau“ und „Bauwerkserhaltung“ erweitern, um so noch mehr Handwerker anzusprechen.“

Weitere Infos, Filme und Fotos unter www.sanierungspreis.de