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Holzbau Ott: "Wir arbeiten derzeit noch fast normal"

Unternehmerin Daniela Baisch, Holzbau Ott aus Gammertingen beantwortet unsere Fragen zur Corona-Krise. Wie wirkt sich Corona auf Ihren Betrieb aus? Inwieweit läuft aktuell noch der reguläre Betrieb? Was geht? Was geht nicht? Welche Regelungen haben Sie in Ihrem Betrieb veranlasst, zum Beispiel kleinere Teams oder Hygieneregeln?

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Foto: Holzbau Ott

"Wir arbeiten derzeit noch fast normal. Wir bekommen auch weiterhin Anfragen, die wir baldmöglichst bearbeiten. Da wir hauptsächlich in der Denkmalpflege sind, ist auf unseren Baustellen nicht mit dem Kontakt mit anderen Personen außerhalb unseres Teams zu rechnen. Wir sorgen abends sorgfältig dafür, dass offene Bauteile (Dächer) gut mit Planen und dergleichen verschlossen sind, falls wir unter Umständen am nächsten Tag nicht mehr auf die Baustelle dürfen.

Unsere Teams beginnen morgens zeitversetzt zueinander. Da diese meistens aus zwei bis drei Personen bestehen, ist keine weitere Verkleinerung möglich. Jourfix-Termine werden momentan bereits von den Architekturbüros abgesagt, wir würden sonst eine Teilnahme ablehnen. Unumgängliche Termine finden draußen mit Abstand statt.

Der Eingang zu unserem Büro ist normalerweise tagsüber geöffnet. Im Moment ist er geschlossen mit einem Hinweis an der Tür, dass Kunden- und Lieferantenbesuche nur nach telefonischer Voranmeldung möglich sind. Selbstverständlich wird alles telefonisch geklärt, was nicht zwingend ein persönliches Gespräch erfordert. Diese führen wir dann mit 2 Metern Abstand – auch mit Mitarbeitern. Pakete nehmen wir nur vor der Haustür draußen an – Händewaschen danach ist obligatorisch. Die Tür zum Büro durch die Werkstatt haben wir mit dem Hinweis Durchgang nur für Mitarbeiter versehen.

Wir halten Abstand zueinander. An allen Waschbecken - auch in der Küche - stehen Seife und Papierhandtücher zum Händewaschen. Wir waschen wesentlich häufiger die Hände als sonst und werden für jeden Mitarbeiter demnächst eine Handpflegetube zur Verfügung stellen. Dass wir niemand die Hände schütteln oder umarmen brauche ich nicht zu erwähnen.

Wenn unsere Mitarbeiter auf Baustellen ohne Wasseranschluss sind, nehmen Sie Behälter mit Wasser, Seife und Papierhandtücher mit auf die Baustelle."