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TH Rosenheim: Neuer Studiengang Architektur mit Holzbau

Seit dem Wintersemester 2018/2019 können Studierende den neuen Studiengang Architektur an der Technischen Hochschule Rosenheim belegen. Das Curriculum des neuen Studiengangs fokussiert die klassische Architekten-Ausbildung. Ein besonderes Plus sind Module und Themen aus den Bereichen Holzbau, energieeffizientes, nachhaltiges und leichtes Bauen.

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Die TH Rosenheim feierte den neuen Studiengang Architektur mit ihren Studierenden und Lehrenden sowie Vertretern aus Politik und Wirtschaft. Foto: TH Rosenheim

Nach insgesamt acht Semestern – davon sieben Theoriesemester und ein Studiensemester mit vertiefter Praxis – erlangen die Studierenden den Abschlussgrad „Bachelor of Arts (B.A.)“. Zum Wintersemester 2018/19 konnten bereits 34 Studierende ihr Architektur-Studium an der Technischen Hochschule Rosenheim beginnen.

Diesen wichtigen Entwicklungsschritt feierte die Hochschule am Dienstagabend gemeinsam mit ihren Studierenden und Lehrenden sowie Vertretern aus Politik und Wirtschaft. Hochschulpräsident Prof. Heinrich Köster sprach bei seiner Begrüßung allen Wegbereitern des neuen Studiengangs Architektur seinen Dank aus. Insbesondere hob er dabei das Engagement des Vorstandsvorsitzenden des Seeoner Kreis, Franz Winterer, und des Landtagsabgeordneten und langjährigen Kuratoriumsvorsitzenden der TH Rosenheim, Klaus Stöttner, hervor.

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Für Ruinelli war klar: „Die Bauwirtschaft brummt, es braucht Nachwuchs aus den Hochschulen!“ Foto: TH Rosenheim

Ohne eine Studie des Seeoner Kreises, die den deutlichen Bedarf der regionalen Wirtschaft nach einem Studiengang Architektur bescheinigte, und Stöttners unermüdlichen Einsatz im bayerischen Landtag wäre die Einführung des neuen Studiengangs nicht möglich gewesen, betonte Köster. Stöttner freute sich in seinem Grußwort an die fast 200 Gäste, „dass zum Wintersemester die Architektur in Rosenheim endlich eingekehrt ist“. Schließlich sei „Architektur der Federstrich der Zukunft“. Aus seiner Sicht ist auch deshalb die Erwartungshaltung enorm. „Ganz Bayern beobachtet nun gespannt, was die Rosenheimer aus dem Studiengang machen“, sagte Stöttner.

Weitere Infos zum Studiengang Architektur

Für Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer stellt der neue Studiengang einen Meilenstein in der Entwicklung der Rosenheimer Hochschule dar. „Ein Schritt, der nur folgerichtig gewesen war“, erklärte Bauer. Die Präsidentin der Bayerischen Architektenkammer Christine Degenhart pflichtete Bauer bei: Die Einrichtung des Studiengangs Architektur an der TH Rosenheim war überfällig. „Doch jetzt ist der Studiengang da – und er ist wohl vorbereitet“, unterstrich Degenhart. Sie war sich sicher: „Rosenheim kann nicht nur tolle Innenarchitekten, sondern künftig auch tolle Architekten hervorbringen.“

In einer anschließenden Gesprächsrunde diskutierten neben Mathias Schmidt, Studiengangsleiter Architektur, und Prof. Michaela Wolf von der Fakultät Innenarchitektur-Architektur-Design sowie Degenhart auch der renommierte Schweizer Architekt Armando Ruinelli über die Bedeutung von Architektur für Mensch und Gesellschaft und daraus resultierende Auswirkungen auf die Architektur-Ausbildung.

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Für Ruinelli war klar: „Die Bauwirtschaft brummt, es braucht Nachwuchs aus den Hochschulen!“ Foto: TH Rosenheim

Für Ruinelli war klar: „Die Bauwirtschaft brummt, es braucht Nachwuchs aus den Hochschulen!“ Den neuen Architektur-Studierenden gab er mit auf den Weg: „Zwar ist der Bereich Architektur unglaublich breit und es ist deshalb schwierig, sich in allen Bereichen gut auszukennen. Aber spezialisiert euch bloß nicht zu früh, bleibt offen und nehmt so viel wie möglich mit.“ Zum Abschluss des Abends gewährte Ruinelli in einem kurzweiligen Fachvortrag tiefe Einblicke in seine Projekte. Diese dürften auch den ein oder anderen der zahlreich anwesenden Studierenden für kommende Vorhaben inspiriert haben.