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Wald und Holz NRW: Symposium „Bauen mit Holz für kommunale Bauaufgaben“

Die Kommunen übernehmen in Bezug auf die Umsetzung der Ziele der Agenda 2030 der Vereinten Nationen und beim Klimaschutz eine zentrale Rolle. Gleichzeitg spielt der Bausektor eine nicht unerhebliche Rolle beim Ressourcenverbrauch und dem Ausstoß der klimaschädlichen CO2-Emissionen.

Wald und Holz NRW
Uwe Schölmerich (Leiter des Regionalforstamtes Rhein-Sieg-Erft), Dr. Stefanie Wieland (Zentrum für Wald und Holzwirtschaft), Prof. Dr. Henning Austmann (HS Hannover), Monika Hallstein (Technische Beigeordnete der Stadt Erftstadt), Stawros Chatzoudis (GWG Wohnungsgesellschaft Rhein-Erft), Martin Schwarz (Moderation, Zentrum für Wald und Holzwirtschaft). Foto: Wald und Holz NRW / pk-Media

Anlass für die Stadt Erftstadt gemeinsam mit Wald und Holz NRW zum Symposium „Bauen mit Holz für kommunale Bauaufgaben“ einzuladen und über den Einsatz moderner Holzbautechnolgien beim ressourcen- und klimaschonenden Bauen zu informieren. In einer begleitenden Podiumsdiskussion und sieben Fachvorträgen beleuchtete das Symposium die Rahmenbedingungen, Potenziale und technische Umsetzung von Holzbauprojekten.

Der nachwachsende Rohstoff Holz übernimmt eine Schlüsselfunktion beim klimafreundlichen Bauen. Dies erfolgt sowohl bei der dauerhaften Speicherung des im Holz gebundenen Kohlenstoffs als auch durch die Substitution von Baustoffen mit einer negativen Klimabilanz. Dadurch ergibt sich eine Klimaschutzleistung von bis zu 2,5 to CO2 pro Kubikmeter verbautem Holz“ erläuterte Dr. Stefanie Wieland, stellv. Leiterin des Zentrums für Wald und Holzwirtschaft bei Wald und Holz NRW. Gemäß der Studie THG Holzbau der Ruhr-Universität Bochum, des Thünen-Instituts für Holzforschung in Hamburg und der TU München könnte die Atmosphäre allein durch eine verstärkte Verwendung von Holz beim Wohnungsneubau bis 2030 um mehr als 42 Megatonnen CO2 entlastet werden. Moderne Holzbausysteme sind zudem in besonderem Maße für das zirkuläre Bauen geeignet. „Wand- und Deckenelemente sowie deren Verbindungen und Dämmstoffe werden so konzipiert, dass eine Trennung der Materialien für die Wiederverwertbarkeit gegeben ist. Das Kreislaufprinzip wird bereits seit langer Zeit in der Holzbranche gelebt. So ist zum Beispiel die Weiterverwertung des Sekundärrohstoffs Altholz bei der Herstellung von von Spanplatten gängige Praxis“, betonte die Holzexpertin.

Der Einladung in die Bernd-Alois-Zimmermann-Musikschule in Erftstadt waren 65 Planer und Bauentscheider aus den Kommunen in NRW gefolgt. Aufgrund der durch COVID-19 bedingten Einschränkungen musste die Teilnehmerzahl begrenzt werden.