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Würth: Spatenstich für Forschungs- und Entwicklungszentrum

Die Adolf Würth GmbH & Co. KG, Mutterunternehmen der weltweit tätigen Würth-Gruppe baut ein Forschungs- und Entwicklungszentrum am Standort Künzelsau. Das Investitionsvolumen beläuft sich auf rund 70 Millionen Euro. Durch die Kooperation mit dem Karlsruher Institut für Technologie KIT sowie den Universitäten Innsbruck und Stuttgart entsteht ein Cluster aus Wissen und Know-how.

Würth: Spatenstich für Forschungs- und Entwicklungszentrum
Bildunterschrift: v.l.n.r. Jürgen Graf, Mitglied der Geschäftsleitung der Adolf Würth GmbH & Co. KG, Thomas Klenk, Mitglied der Geschäftsleitung der Adolf Würth GmbH & Co. KG, Bernd Herrmann, Mitglied der Konzernführung der Würth-Gruppe, Dr. Matthias Neth, Landrat des Hohenlohekreises, Benjamin Würth, Mitglied Stiftungsaufsichtsrat der Würth-Gruppe, Sebastian Würth, Mitglied Beirat der Würth-Gruppe, Maria Würth, Mitglied Kunstbeirat, Norbert Heckmann, Sprecher der Geschäftsleitung der Adolf Würth GmbH & Co. KG und Christoph Blessing, Leiter bei der Niederlassung Stuttgart bei Obermeyer Planen + Beraten. Foto: andi Schmid

Auf rund 15.000 Quadratmetern entstehen modernste Labore und Werkstätten. Eine Klimakammer, neueste 3D-Drucker sowie Seismik-Prüfstände für die Dübeltechnik bieten vielfältige Möglichkeiten, um die interne Forschung nachhaltig zu stärken und voranzutreiben.

Rund 250 Menschen werden im Innovationszentrum Ideen zur Umsetzung bringen und in die Zukunft tragen: Mitarbeiter aus dem Bereich Forschung und Entwicklung und aus den Konzern-Tochtergesellschaften, die im produzierenden Bereich tätig sind, sowie externe Forscher.

Durch die Kooperation mit dem Karlsruher Institut für Technologie KIT sowie den Universitäten Innsbruck und Stuttgart entsteht ein Cluster aus Wissen und Know-how. Und genau darin liegt die Besonderheit des Innovationszentrums: „Zusammen mit dem universitären und damit wissenschaftlichen Ansatz setzen wir ganz neue Chancen und Möglichkeiten frei. Wir wollen uns noch mehr vom Händler zum Hersteller entwickeln“, erklärt Thomas Klenk, Geschäftsführer Produkt, Einkauf und Export die Motivation hinter dem Großprojekt. „Wir wollen unsere Innovationszyklen stark verkürzen, um mit unseren Neu- und Weiterentwicklungen noch schneller auf den Markt zu kommen und unseren Kunden Lösungen mit echtem Mehrwert bieten zu können.“

Kompetenzfelder erhöhen Herstellerpotenzial

Der Fokus der Forschungs- und Entwicklungsarbeit liegt in den Kompetenzfeldern des Weltmarktführers für Montage- und Befestigungsmaterial: Verbindungstechnik, Schrauben, Dübel, Chemie, Maschinen und Systeme. Hier verfügt Würth bereits heute über eigenes Know-how aus dem Herstellerbereich – rund 25 Prozent aller Produkte werden bereits heute im Konzern selbst produziert. Durch den Bau des Technik- und Innovationszentrums sollen diese Möglichkeiten noch gezielter ausgeschöpft werden.

Würth: Spatenstich für Forschungs- und Entwicklungszentrum
Rendering Innovationszentrum Würth. Foto: Obermeyer Planen und Beraten

Antwort auf den Fachkräftemangel – Attraktivität als Arbeitgeber

Über das Innovationszentrum erhöht Würth seine Attraktivität als Arbeitgeber und möchte dem Fachkräftemangel entgegenwirken– „eine Herausforderung, der wir uns hier im ländlichen Raum natürlich auch gegenübersehen“, erläutert Norbert Heckmann, Sprecher der Geschäftsleitung der Adolf Würth GmbH & Co. KG. „Das Innovationszentrum erhöht deutlich die Strahlkraft von Würth als innovatives und zukunftsorientiertes Unternehmen – auch in Richtung Techniker und Ingenieure.“ Modernste Arbeitsplätze und ganz neue Entwicklungsmöglichkeiten sollen potenzielle Bewerber anziehen. Über die enge Zusammenarbeit mit den Universitäten kommen Studierende direkt auf den Unternehmenscampus.

Die Fertigstellung ist für Ende 2021 geplant.