Fördermittel und energetische Zwänge bewirken eine Belebung der Nachfrage, die zusammen mit höheren Vorkosten stabile bis steigende Preise zeitigt.
Es ist inzwischen erkennbar, dass die Bauwirtschaft insgesamt durch die Umschichtungen zwischen den verschiedenen Bausektoren nicht in einen ähnlich starken Strudel wie die meisten anderen Industrien gerät und bis jetzt mit einem Umsatzminus im einstelligen Bereich offenbar einigermaßen glimpflich durch die Krise gekommen ist. Die staatlichen Konjunkturprogramme haben trotz verzögert einsetzender Wirkung das Ihre dazu getan, und man verzeichnet mehr positive als negative Anzeichen dafür, dass die fördermittelbedingte Belebung mit dem saisonalen Aufgang der Bautätigkeit verstärkt spürbar wird. Vor allem für den Wohnungsbau gibt es für die nächste überschaubare Zeitspanne Lichtblicke. Es gibt sogar Befürchtungen, hauptsächlich in der Sparte Ausbau, dass die Hersteller von Holzbauelementen bezüglich ihrer Produktionszahlen nicht rasch genug aus den Startlöchern kommen, sodass Versorgungsengpässe entstehen und die Preise schneller als plan- und kalkulierbar ansteigen könnten.
Türen zu festen Preisen
Während die zumeist importierte Massentür nach wie vor zu Preisen mit Spielräumen nach unten gehandelt wird, verzeichnet die durchschnittliche deutsche Qualitätsinnentür feste Preise, die der Markt durchaus hergibt und die die Hersteller auch mit ihren gestiegenen Kosten sehr wohl begründen können. Die Hersteller rechnen damit, dass sich der steigende Preistrend mit zunehmender Effizienz der Förderprogramme zum Frühjahr hin verstärken wird, und zwar prozentual um so mehr, je höherpreisig die Tür ist, deren Exportchancen auch rasch wieder steigen werden.
Fensterpreise weiter fest
Die Fördermittel und der anhaltende Trend zur energetischen Modernisierung sind weiterhin ausschlaggebend dafür, dass die inländische Holzfensterbranche die Krise weniger spürt, zumal sie sich schon seit geraumer Zeit aus dem brachialen Massengeschäft zurückgezogen und mit der stärkeren Hinwendung zum Qualitätsgedanken dem Mengen- und Preisdruck entzogen hat. Die Konjunkturprogramme haben aber auch bei der Massenware dafür gesorgt, dass Angebot und Nachfrage in einem nahezu ausgewogenen Verhältnis zueinander stehen und die Preise stabil sind und aufs Frühjahr zu leicht anziehen könnten.
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Günther Zimmermann
Günther Zimmermann ist freier Mitarbeiter der Zeitschrift BAUEN MIT HOLZ.