Der Büroturm Namu
Bis 2027 soll im Offenbacher Nordkap-Areal ein 120 Meter hoher Holzhybrid-Turm des Architekturbüros Eike Becker entstehen. (Quelle: Eike Becker_Architekten)

Technik 2024-04-10T06:34:48.952Z 124 Meter urbanes Statement

Ein imposanter Holzhybridbau, der die 120-Meter-Marke überragt und mit einer innovativen Glasfassade ausgestattet ist, soll in Offenbach als Namu-Büroturm die Skyline bereichern.

In Offenbach entsteht mit dem Namu ein in vielerlei Hinsicht eindrucksvolles neues Quartier. Der 124 Meter hohe Holzhybridbau setzt mit seinen 32 Geschossen auf rund 60.000 m² Bruttogrundfläche einen ausdrucksstarken, weithin sichtbaren Orientierungspunkt in der Rhein-Main-Metropolenregion. Die mit zunehmender Höhe breiter werdende Form hebt das Gebäude deutlich von den klassischen, sich nach oben verjüngenden Frankfurter Hochhäusern ab.  Zugleich überzeugt Namu – das koreanische Wort für Baum und Holz – durch seine zukunftsorientierte Bauweise nach der Cradle-to-Cradle Strategie. Dank des hohen Holzanteils werden schon vor Baubeginn viele Tonnen CO2 aus der Luft gefiltert. Innovative Holzleimbinder sollen dabei für Brandschutz und Stabilität sorgen. Die durch den Holzeinsatz mögliche modulare Bauweise erleichtert zudem die Montage, Wartung und Instandhaltung des Objekts. Durch den Einsatz von „Level 4 Beton“ kommt es zu einer CO2-Reduzierung um 51 Prozent. Das entspricht 6.932 Tonnen.

Die vorgehängte und öffenbare Fassade fängt Sonnenenergie ein und ermöglicht somit eine weitestgehend autarke Energiezufuhr. Diese hocheffiziente, intelligente Fassade reduziert den Primärenergieverbrauch und die CO2-Emissionen im Betrieb um mehr als 50 Prozent.

Im Inneren wiederum überzeugt Namu durch flexible und somit nachhaltig nutzbare Flächen, die den Bedürfnissen der Mieter entsprechend als Einzel- oder Großraumbüros genutzt und individuell kombiniert werden können. Auch mit Blick auf ein ansprechendes Work-Life-Blending bietet das Gebäude attraktive Möglichkeiten. Das Erdgeschoss dient als zentraler Marktplatz zum Essen, Erholen und Spielen für Kinder und Erwachsene. Durch die abwechslungsreichen Möglichkeiten des Namu findet man neben einer Vielzahl gastronomischer Angebote auch eine Reinigung und eine Kindertagesstätte. Außen bieten sich zahlreiche Grünflächen mit Sitzmöglichkeiten, Cafés, Restaurants. Die Nähe zum Mainufer bietet sich für ein Zusammenkommen an und schafft ein lebendiges Miteinander. Zu dem umfangreichen, nachhaltigen Mobilitätskonzept, das diesen Ansatz noch unterstützt, gehört unter anderem ein umfangreiches Car-und Bike-Sharing Angebot. Darüber hinaus verfügt die Hälfte der im Untergeschoss angesiedelten 710 Stellplätze über E-Ladestationen. Von der Skybar bietet das Objekt einen atemberaubenden Ausblick über die Metropolregion mit Blick auf die EZB und die Frankfurter Skyline.

Der Entwurf stammt von dem Berliner Architekten Eike Becker. Die Projektentwickler Ernst Otto Walker und Christoph Bürkel investieren rund 300 Mio Euro in dieses Projekt, das bis 2027 fertiggestellt sein soll.

zuletzt editiert am 29. April 2024