Stark gestiegene Energie-, Holz- und Chemierohstoffpreise zwingen die Hersteller zu deutlich höheren Verkaufspreisen oder zur Aufgabe der Produktion.
Dass es in der deutschen Holzwerkstoffbranche brodelt, ist allein schon daran zu erkennen, dass seit 1991 mehr als die Hälfte der Spanplattenstandorte geschlossen wurde, die Produktionskapazität mit 7,4 Millionen m3 aber kaum zurückgegangen ist. Aktuell stehen die Werke insofern unter starkem Druck, als einerseits die Vorkosten vor allem für Energie und Rohstoffe immens gestiegen sind, der Markt andererseits gegen Preisanhebungen erhebliche Widerstände aufbaut. Trotzdem haben die Erzeugerpreise bei allen Plattenarten in den letzten Monaten noch zugelegt, sodass die Preise im Moment je nach Sortiment um 6 bis 19 Prozent über denen des Vorjahres liegen. Im Spanplattenbereich können nur diejenigen Werke überleben, die schon jetzt sehr effektiv oder durch entsprechende Weiterveredlung kostendeckend arbeiten können. Die Hersteller von Holzwerkstoffen werden nichts unversucht lassen, weitere Erlösverbesserungen zu erreichen, sodass in den nächsten Monaten weitere Anstiege nicht auszuschließen sind. Ob sie sich im Zehntelprozentbereich oder geringfügig darüber abspielen, werden die nächsten Monate zeigen. Mit billiger Importware, die es inzwischen auch nicht mehr gibt, wird man dieses Versorgungsproblem jedenfalls nicht lösen können
Den ausführlichen Artikel lesen Sie in Ausgabe BAUEN MIT HOLZ 4.2011.
Günther Zimmermann
Günther Zimmermann ist freier Mitarbeiter der Zeitschrift BAUEN MIT HOLZ.
